Kräuter A-Z

Beliebte Kräuter in der Küche:

Pflanztermine im Garten entnehmen sie bitte der Seite Pflanztermine.

Anis

Anis stammt aus den östlichen Mittelmeerländern. Er war lange vor der Zeitenwende bekannt und wurde sehr geschätzt. 

Anis braucht humusreichen Boden und einen sonnigen, warmen Standort. In nasskühlen Sommern reifen die Samen oft nicht aus. Eine leichte Kalkdüngung mit AZ-Kalk (siehe Produktliste) bekommt dem Kraut sehr gut.

Die Dolden reifen nicht zur selben Zeit. Schneiden sie im Herbst immer diejenigen Samenstände ab, die sich bräunlich färben. Sie werden zum Trocknen aufgehängt.

Boretsch

Der Boretsch könnte aus den Mittelmeerländern stammen. Sicher ist jedoch, dass die Araber ihn nach Spanien brachten, und von dort wanderte er nach Mitteleuropa.

Der Boretsch treibt tiefe Wurzeln in den Boden. Die Pflanzen verzweigen sich sehr breit. Die Stängel sind rau behaart und sehr saftreich. Junge Blätter fühlen sich samtweich und saftig an, ältere Blätter werden hart und rau. Am Ende der Stängel entfaltet der Boretsch während des ganzen Sommers himmelblaue, manchmal auch rosa oder weiße Blütensterne.

Basilikum:

Basilikum würzt nicht nur köstlich, sondern macht mit seiner Wirkung gegen Verdauungsstörungen die Gerichte auch bekömmlicher. Man unterscheidet kleinblätteriges und großblätteriges Basilikum.

Anbau: Basilikum wird aus Samen im Haus oder geheizten Gewächshaus gezogen. Sie können auch Pflänzchen kaufen und dann auspflanzen, wenn keinerlei Frostgefahr mehr besteht.

Ansprüche: Basilikum braucht lockeren, nährstoffreichen Boden und reichlich Wasser.  Jedoch nicht von oben !!

In der Küche: Basilikum ist das klassische Gewürzkraut zu Tomaten. Frisch schmeckt es zu grünem Salat, mit etwas Sahne unvergleichlich zu Nudeln, köstlich zu Fisch, und zusammen mit Zitronensaft bereitet man ein hinreißendes Sorbet aus den Blättern.

Beifuß

Der Beifuß ist in ganz Europa zuhause. Er wächst wild an den Wegrändern und auf steilen Hängen. 

Aus verzweigten Wurzeln wächst eine kräftige, stark verästelte, buschige Pflanze. Die verschiedenartigen gefiederten Blätter sind auf der Oberseite grün, auf der Unterseite weißgrau gefärbt. Im August erscheinen an langen Rispen die gelblichen, kleinen Blütenköpfchen.

Diese Staude ist als anspruchsloses Un-Kraut immer noch weitverbreitet. Setzen sie das Kraut an einen sehr sonnigen Platz in möglichst magere Erde. Etwas Kalk (siehe Gartenseiten)  bekommt im sehr gut. Er wird 100-150 cm hoch.

Solange die Blütenknospen noch geschlossen sind, schneiden sie die oberen Zweige ab und hängen sie sie zum Trocknen auf. Die Blätter werden später getrennt aufbewahrt und als Tee genutzt. Die getrockneten Blüten können sie als Küchengewürz verwenden. 

Bohnenkraut

Bohnenkraut ist ein uraltes Gewürzkraut, wird etwa 30 cm hoch und blüht zart blau, hellrot oder weiß. Neben dem einjährigen Bohnenkraut gibt es auch das mehrjährige Winter-Bohnenkraut.

Anbau: Bohnenkraut lässt sich problemlos an Ort und Stelle säen und wächst schnell. Auf Umpflanzen reagiert es oft empfindlich. 

Ansprüche: Bohnenkraut will lockeren Boden und einen sonnigen Platz.

In der Küche: Bohnenkraut verstärkt den Geschmack von Bohnengerichten, passt aber auch zu kräftigen Suppen und Eintöpfen.

 

Dill

Dill wird ca. 60 cm hoch und hat leuchtend gelbe Blütendolden. außerhalb der Küche wurde er von jeher wegen seiner beruhigenden Wirkung geschätzt. 

Anbau: Dill wird an Ort und Stelle gesät, weil er Umpflanzen nicht verträgt. Wer viel Dill verbraucht, sollte den ganzen Sommer über hin und wieder nachsäen.

Ansprüche: Dill braucht Feuchtigkeit, reagiert aber allergisch auch gestaute Nässe. Bauen sie ihn möglichst windgeschützt auf einen nicht zu trockenen Boden an. 

In der Küche: Dill ist der klassische Begleiter von Fisch, grünem Salat und Kartoffeln

 

Estragon

Estragon kann etwa einen Meter hoch werden und steht in dem Ruf, zur guten Verdauung beizutragen:

Anbau: Entgegen vieler ansichten lässt Estragon sich mit ein weinig Geduld durchaus aus Samen ziehen, ab Mitte März im Warmen und ab Juni direkt im Freiland. Wer schnellen Erfolg haben will,  kauft aber lieber eine Pflanze,

Ansprüche: Sehr sonnig undicht zu trocken will Estragon stehen. Im Winter schneiden sie ihn kurz - und decken ihn bei extremer Kälte mit ein wenig Stroh oder Reisig zu.

In der Küche: Estragon verfeinert Weinessig, schmeckt zu Fisch und hellen Saucen, ist ein enger Freund der Sauce Bernaise und passt hervorragend zu Kalbfleisch und auch Geflügel.

 

Gartenkresse

Gartenkresse stellt wahre Geschwindigkeitsrekorde im Wachstum auf und ist reich an Vitamin C.

Anbau: Kresse wird auf feuchtem boden gesät und kommt wegen ihrer kurzen Entwicklungszeit auch mit dünnen Erdschichten aus. Man Sät das ganze Jahr über frisch nach und erntet, sobald die Kresse dann handhoch ist. 

Ansprüche: Reichlich Wasser, möglichst keine pralle sonne, sondern lieber Halbschatten oder Schatten.

In der Küche: Gartenkresse  ist eine köstliche Bereicherung frischer Salate, schmeckt unvergleichlich auf Butterbrot - und eine Handvoll frisch vor dem Servieren in eine gebundene oder passierte Gemüse-Suppe ist ein Hochgenuss.

Kamille

Die Kamille hat ihre Heimat in Südeuropa, heute wächst sie wildwachend in ganz Europa.

Die Pflanzen sind sehr anspruchslos. In voller Sonne, auf humosen leicht lehmigen Boden gedeihen sie am besten. Wo sie zu dicht stehen sollten sie ausgelichtet werden, damit sie sich gut verzweigen können.

Während der Blütezeit werden regelmäßig die Blütenköpfchen bei sonnigem Wetter eingesammelt. Sie werden sorgfältig und langsam auf luftigen Rosten (keine Metallgitter) getrocknet.

Kerbel

Kerbel wächst schnell und sät sich so eifrig aus, dass er leicht zur Plage werden kann, wenn man ihn blühen lässt. Mit seiner blutreinigenden Wirkung gehörte Kerbel früher zu den sogenannten "Fasten-Kräutern".

Anbau: Kerbel wird von April bis August ausgesät und wächst dann bis in den November hinein. Da er frisch am besten schmeckt, ist es am einfachsten, den Kerbel immer wieder nachzusäen.

Ansprüche: Kerbel gedeiht auf jedem nicht zu feuchten Boden, von praller Sonne bis Halbschatten.

In der Küche: Kerbel wird gehackt mit Brühe, Sahne und Ei zur feinen Kerbelsuppe, schmeckt köstlich zu Salaten, Eier und Käsegerichten. Er behält sein feines Aroma aber nur, wenn er möglichst frisch kurz vor dem Servieren untergemischt oder übergestreut wird.

Knoblauch

Wahrscheinlich lag die Urheimat des Knoblauchs in Zentralasien. Aber seit vielen Jahrtausenden ist seine Heimat überall. Bereits zur Zeit Karls des Großen wuchs er in den germanischen Gärten.

Knoblauch braucht humusreichen, nahrhaften Boden, der aber nicht frisch gedüngt sein darf. Wählen sie einen freien sonnigen Standort. Die frühe Kultur (Pflanzzeit März-April) reift im August, die späte Kultur (Pflanzzeit Oktober) im folgenden Frühjahr. Auch die Brutzwiebel kann gepflanzt werden; sie benötigen 2 Jahre bis zur Reife.

Der Knoblauch ist dann reif, wenn das Laub gelb und dürr wird. Heben sie sie vorsichtig mit der Grabgabel aus der Erde. Trocknen sie den Knoblauch 1-2 Tage in der Sonne. Dann streifen sie die Erde ab und flechten das Laub zu Zöpfen. An einem trockenen, kühlen Platz halten die Zwiebeln den ganzen Winter. Die Zehen können sie auch in Öl oder Essig für die Küche einlegen.

Kümmel

Der Kümmel ist in ganz Europa ebenso heimisch wie in der Türkei, in Persien und in Nordafrika. Er wächst bei uns wild auch feuchten Wiesen. Kümmel zählt zu den ältesten Gewürzen.

Er liebt, wie auf der heimatlichen Wiese, feuchten, aber lockeren Boden. Etwas AZ-Kalk (siehe Gartenseite) bekommt den Pflanzen sehr gut für das Wachstum. Da er ein Lichtkeimer ist, dürfen sie die Saat nur dünn mit Erde zudecken. Er erreicht eine Höhe von 1,20 m.

Im Laufe des Sommers, wenn die Samen braun werden, schneiden sie die Stiele ab, binden sie zu Sträußen und hängen den Kümmel zum Trocknen auf. Sie können einen Teil der Körner als Saatgut verwenden. die übrige Kümmelsaat als Gewürz oder Teezubereitung aufbewahren.

 

Koriander

Die Würzkraft des Korianders sitzt in den Samen, die Pflanze an sich hat einen eher unangenehmen Geruch.

Anbau: Koriander wird im Frühjahr gesät. Der Samen braucht 2-3 Wochen zum Keimen, die Pflanze wächst recht langsam, und es dauert auch bis in den Spätsommer hinein, bis der Samen reif ist.

Ansprüche: Sonne und lockerer Boden, der ruhig leicht kalkhaltig sein kann.

In der Küche: Koriander ist eine Zutat zu vielen Weihnachtsgebäcken, schmeckt mit Zitrone und Knoblauch an Lammbraten, verschafft Gemüse Raffinesse und verbessert in winzigen Mengen nach einem alten Brauch den Geschmack von Kaffee.

 

Lavendel

Lavendel besitzt neben seinen altbekannten Duft-Qualitäten auch feine Würze. Und die immergrünen Büsche mit den zarten Sommerblüten sind eine optische Bereicherung des Kräutergartens.

Anbau: Lavendel kann theoretisch aus Samen gezogen werden, besser kaufen sie aber eine Pflanze. Im Winter schneiden sie sie zum Schutz gegen strenge Fröste zurück oder verpassen ihr auch eine leichte, aber zusammenhängende Reisigdecke.

Ansprüche: Lavendel bevorzugt kalkhaltigen Boden mit viel sonne.

In der Küche: Junge Blattspitzen, sparsam dosiert, verschaffen Gegrilltem, Wild, Fisch und Gemüsesuppen einen Hauch Provence-Würze. Übrigens sind die Blüten ein hervorragender, altbewährter, wohlriechender Mottenschutz.

 

Liebstöckel

Liebstöckel heißt im Volksmund Maggikraut und würzt auch so. Der Strauch wird bis zu zwei Meter hoch - und spielte wegen seiner reinigenden und desodorierenden Wirkung in den Badezimmern der guten alten Zeit eine große Rolle. 

Anbau: Liebstöckel kann ab März aus Samen gezogen werden, falls sie nicht ein Stück Wurzelstock von Nachbarn oder Bekannten abbekommen könne. Passen sie aber auf, dass das Wurzelstück auch wirklich einen eigenen Trieb hat!

Ansprüche: Liebstöckel braucht gut fruchten, tiefgründigen Boden und einen sonnigen Standort. Die Blütentriebe entfernen sie am besten, weil sie nur unnötig Aroma aus dem Laub ziehen. In kalten Wintern hilft auch Anhäufeln!

In der Küche: Liebstöckel ist ein köstliches Kraut, für Fleischsuppen, Eintopf- Fisch- und Fleischgerichte. Hervorragend schmecken Kartoffeln mit Liebstöckel gekocht oder in Folie gegart. Auch hier gilt allerdings die Regel, dass weniger mehr ist.

 

Majoran

Majoran ist ein frostempfindliches Kraut, das je nach Art und je nach Gegend aber auch überwintern kann. Organum vulgaris ist auch als Oregano bekannt, der ausnahmsweise erst im getrockneten Zustand seine volle Würzkraft entfaltet.

Anbau: Majoran wird entweder im Frühbeet oder nach den Eisheiligen ins Freiland gesät. Majoran wächst langsam - deshalb rentiert es sich vielleicht, ihn im Winter in einen Topf zu verpflanzen und vorsichtshalber im Haus zu überwintern.

Ansprüche: Lockerer, nährstoffreicher Boden an einem geschützten, nicht zu trockenen, aber sonnigen Platz.

In der Küche: Majoran passt zu allen Hackfleischgerichten, ist unentbehrlich für hausgemachte Würste und Pasteten, verfeinert Kartoffeln und schmeckt zu den klassischen-altmodischen Füllungen, besonders von Gans und Ente.

Melisse

Das Heimatland der Melisse liegt im Vorderen Orient. in den Mittelmeerländern ist sie seit Jahrtausenden zu Hause.

Sie bildet einen sehr verzweigten Wurzelstock mit Ausläufern. An den vierkantigen, verästelten Stängeln wachsen eiförmige, gezähnte Blätter. Die buschigen Stauden erreichen eine Wuchshöhe von 50-100 cm.

Im humusreicher, durchlässiger Erde gedeiht die Melisse am besten. Sie braucht volle Sonne. Geben sie dem Kraut regelmäßig reichlich Kompost, denn es kann viele Jahre am gleichen Platz stehen bleiben. Sie können die Melisse selbst aussäen bzw. vorgezogen in Töpfen kaufen. Das Kraut sät sich oft selbst aus, oder sie teilen die Wurzelstöcke.

Frische zitronenduftende Blätter können sie jederzeit vom Frühling bis zum Herbst pflücken. Zum Trocknen schneiden sie die oberen Zweige kurz vor der Blüte ab.

Meerrettich

Der Merrettich ist in Südost-Europa zu Hause. Schon seit dem 12. Jahrhundert wächst er auch in deutschen Gärten.

Er bildet starke, lange Wurzeln. Die dünnen Seitenwurzeln können getrennt und zur Vermehrung benutzt werden. Mann nennt sie Fechser. Die derben langen Blätter des Krautes sind an den Rändern gekerbt. An einem hohen Stiel blüht eine Traube weißer Blüten.

Der Meerrettich ist ein vitales Kraut, das viel Platz braucht. Wo sie einmal eingewachsen sind, da kann man die Wurzeln kaum noch ausrotten; sie treiben aus kleinsten Stücken wieder aus. Für kleine Kräutergärten sind sie nicht zu empfehlen. Pflanzen sie es lieber in eine Gartenecke am Kompost oder in die Nähe einer Hecke. 

Meerrettich liebt nahrhaften Humus und feuchte Erde. Organischer Dünger  und Mulchschicht (siehe Gartenseite) sorgen für gutes Wachstum. 2-3 Fechser decken den Bedarf einer Familie reichlich; die Stauden wachsen etwa 100 cm hoch und sehr breitbuschig.

Frische Wurzelstöcke können sie nach Bedarf abtrennen, sobald die Pflanzen stark genug sind. im Herbst graben sie einige große Wurzeln als Wintervorrat aus. Sie werden im Keller oder im Frühbeet in feuchten Sand eingeschlagen.

Petersilie

Die Krause und die glatte Petersilie sind beide reich an Vitamin C, gekaut bewirken die Blätter frischen Mundgeruch.

Anbau: Petersilie wird am besten jedes Jahr neu ausgesät, weil die Blütentriebe des zweiten Jahres die Würz-Qualität mindern. Der Samen wird ab Mitte März, wenn der Frühjahrsboden sich schon erwärmt, nicht tiefer als 1 cm ausgebracht und braucht 2-3 Wochen zum keimen. haben sie also bis dahin ein wenig Geduld.

Ansprüche: Petersilie braucht feuchte, humusreiche, leichte Erde - und kümmert bei stauender Nässe. Wenn sie ihre Petersilie bei kaltem Wetter abdecken, können sie noch ein ganzes Stück bis lange in den Winter hinein ernten.

Pfeffeminze

Pfefferminze wird 60-80 cm hoch, trägt rosa bis violette Blüten und verbreitet schon im Garten herrlichen Duft.

Anbau: Die Samen, die man hin und wieder sieht, stammen sicher nicht von der echten Pfefferminze ab, die sich lediglich durch Ableger aus wilden Ausläufern vermehren lässt. Diese Ableger setzt man nach den letzten Frösten ab Ende Mai in die Erde, wo sie schnell anwachsen und sich in kurzer Zeit wuchernd ausbreiten.

Ansprüche: Alle Minzen brauchen feuchten, nährstoffreichen Boden und lichten Halbschatten. Sie gedeihen aber auch an trockenen und sonnigen Standorten. da dieses Kraut sehr stark wuchert, sollten sie ihm einen besonderen Platz geben, wo es sich ungestört als Bodendecker ausbreiten darf. Andernfalls müssten sie es "einsperren", z.B. in einen Eimer ohne Boden. Wenn die Pflanzen erst einmal dicht zusammengewachsen sind, schattieren sie von selbst den Boden und verbreiten keine Arbeit mehr. Sie werden 50-80 cm hoch. Vielleicht versuchen sie sich mal an ausgefallenen Duft-Varianten, wie die Gewürzminze, Orangenminze und die Ananasminze. 

Frische Minzblätter können sie den ganzen Sommer pflücken. Zum Trocknen schneiden sie das Kraut kurz vor der Blüte. Im warmen Spätsommerwochen reift oft noch eine zweite Ernte nach.

In der Küche: Neben dem altbekannten Pfefferminztee lassen sich aus der Minze auch köstliche Saucen, z.B. zu Lammfleisch herstellen.

 

Portulak

Portulak ist ein vitaminreicher Exote, der ursprünglich aus Asien stammt, bei uns in warmen Sommern aber auch gut und schnell wächst.

Anbau: Die Samen kommen im frühen Sommer, ab Mai direkt ins Freiland, und gehen schnell auf.

Ansprüche: Portulak braucht warme, sonnige Lagen auf lockerem, nicht aber frisch gedüngten Boden.

In der Küche: Portulak ist ein feines, erfrischendes Salatkraut, die jungen Blätter und Stängel können auch wie Spinat gekocht werden. Vorsicht - alte Portulakblätter schmecken bitter.

Ringelblume

Die Ringelblume ist in Asien und in den südeuropäischen Mittelmeerländern zu Hause. 

Die alte Heilpflanze ist sehr bescheiden. Sie liebt zwar volle Sonne und nährstoffreiche, etwas lehmige Böden, nimmt aber auch mit weniger günstigen Plätzen vorlieb. Zu dichter Stand und tiefer Schatten schaden ihr jedoch. Im Spätsommer samen die Pflanzen von selber aus.

Sehr junge, grüne Blätter und Blütenblättchen können sie während des ganzen Sommers für den Salat pflücken. Sie können die Blütenblätter auch mit Öl übergießen.

 

Rosmarin

Rosmarin kann in seiner mediterranen Heimat bis zu 3 Meter hoch werden, wächst bei uns aber sehr langsam.

Anbau: Man kann Rosmarin-Samen kaufen, hat aber mehr Spaß an einer Pflanze, die nach den letzten Frühjahrs-Frösten, ab Mitte Mai, nach draußen darf. Am besten gleich in einem Topf, mit dem der Rosmarin im Spätherbst wieder ins Haus übersiedeln kann, da er sehr frostempfindlich ist. Sie können aber auch versuchen, einen Rosmarin-Zweig in Wasser bewurzeln zu lassen und ihn dann in Kräutererde stecken.

Ansprüche: Rosmarin braucht möglichst viel Sonne und nährstoffarmen Boden, der besonders trocken und kalkreich sein sollte. Schweren Boden vermischte wir deshalb mit Sand und Kalk.

In der Küche: Mit seinen jungen Triebspitzen würzt Rosmarin vor allem Lamm, Wild und auch andere Fleischgerichte. Rohe Kartoffelscheiben mit Rosmarinöl vermengt, und im Backofen gebacken sind ein Gedicht. Im Badezimmer wirkt er herrlich erfrischend und aufmunternd.

 

Salbei

Salbei wächst zu einem bis 50 cm hohen Strauch heran und wird schon immer als entzündungshemmendes Mittel bei Zahnerkrankungen und Halsentzündungen geschätzt.

Anbau: Salbei kann leicht aus Samen gezogen werden, die im Frühjahr unter Glas ausgesät werden und im späteren Frühjahr dann ins Freiland kommen.

Ansprüche: Salbei will auf trockenem Fuß und einem sonnigen Platz stehen - ansonsten verträgt er jeden Boden.

In der Küche: Frische Salbeiblätter haben ein feines Aroma, dem kein getrockneter Salbei das Wasser reichen kann. Sie schmecken zu Fisch, Geflügel, in aparten Nudelsaucen, zu Kalbfleisch, besonders der berühmten italienischen Variante, die Schnitzelchen zusammen mit ein wenig Salbei und rohem Schinken brät.

 

Schnittlauch

Schnittlauch gehört zu den Zwiebelgewächsen und ist wahrscheinlich schon chinesischen Kaiserreichen angebaut worden.

Anbau: Schnittlauch kann im Frühjahr aus Samen gezogen werden, schneller und einfacher ist aber, im Frühjahr oder Herbst ein älteres Schnittlauchbüschel zu teilen und dann einzupflanzen. Der Schnittlauch braucht hin und wieder unbedingt eine Ruhepause. Sie sollten also so viel davon anpflanzen, dass sie den einen oder anderen Busch ab Herbst mit Gießen und Schneiden verschonen können.

Ansprüche: Ein wenig schonen sollte man Schnittlauch sowieso, denn wenn er zu oft und zu tief geschnitten wird, kann der Schnittlauch eingehen.

In der Küche: Schnittlauch ist eine uralte Delikatesse auf Butterbrot, schmeckt an Salaten, Gemüse, hellen Saucen, zu Rindfleisch, Eiern und Kartoffeln. Die Nutzung von Schnittlauch ist schier unendlich.

 

Thymian

Im Mittelalter galt Thymian als Symbol von Mut und Tapferkeit, als lindernder Tee wurde er bei Husten und Erkältung konsultiert. Thymian ist ein kleiner immergrüner Strauch und blüht im Sommer etwa einen Monat lang in Zartrosa und Hellviolett.

Anbau: Thymian kann im Frühjahr ab April direkt ins Freie gesät werden oder lässt sich auch durch Frühjahrs-Stecklinge oder Wurzelteilung vermehren.

Ansprüche: Thymian will nicht mehr als relativ armen Boden und einen sonnigen Standort. Ein bisschen empfindlich ist er allerdings gegen anhaltende Trockenheit.

In der Küche: Thymian möchte am liebsten mitgekocht werden, damit er sein herrliches Aroma an Wild und andere Fleischgerichte, Kartoffeln und Gemüsetöpfe weitergeben kann.

 

Wermut

Wermut ist ein dekorativer silberblättriger Strauch, der riesige Ausmaße annehmen kann.

Anbau: Wermut kann man aus Samen ziehen, aber auch genauso einfach als Pflänzchen kaufen.

Ansprüche: Wermut hat keinerlei besondere Ansprüche, auf trockenem , kalkreichen Böden entwickelt er allerdings ein besonders gutes Aroma.

In der Küche: Wermut wirkt verdauungsfördernd, wird Minimalmengen zur Verfeinerung sehr fetter Speisen geschätzt. Aber nur die Triebspitzen verwenden !!

Zwiebel

Wahrscheinlich war die Zwiebel ursprünglich in den innerasiatischen Steppenländern zu Hause. Seit Jahrtausenden ist sie aber bereits in Asien, im Orient und in den Mittelmeerländern bekannt und beliebt. 

Ebenso wie der Knoblauch ist die Zwiebel kein Kraut. Da sie aber zu den ältesten Heil- und Würzpflanzen der Erde gehört, darf sie hier nicht fehlen. Sie werden nur so flach in die Erde gedrückt, dass der  Zwiebelhals noch herausschaut. Alle Zwiebelarten brauchen lockeren, humusreichen Boden und Sonne. Nässe vertragen sie nicht. Vorsicht beim Hacken; denn Zwiebeln haben sehr flachwachsende Wurzeln. Besonders für die Küche ist die Winterheckezwiebel geeignet. Sie bildet keine Zwiebeln, aber reichlich grünes, schnittlauchähnliches Laub.

Saatzwiebeln, Steckzwiebeln und Schalotten reifen im Spätsommer, wenn das Laub gelb wird und umfällt. Heben sie die Zwiebeln mit der Grabgabel hoch und lassen sie sie in der Sonne trocknen. Dann werden sie gesäubert, zu Zöpfen geflochten, oder in Holzkisten ausgebreitet. Zwiebeln bewahren sie am besten in einem trockenen, aber kühlen Raum auf. Frühlingszwiebeln werden frisch verbraucht. Perlzwiebeln können sie in Essig konservieren.

 

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