Straeucher

Sträucher

Sträucher sind Gehölze, die im Gegensatz zu Bäumen keinen Mittelstamm haben, sondern sich bereits am Boden zu Büschen verzweigen. Halbsträucher nennt man niedrige, gehölzähnliche Pflanzen, deren Zweige nach außen hin nicht völlig verholzen und deshalb im Winter mehr oder weniger zurückfrieren. Sie nehmen eine Zwischenstellung zwischen Gehölzen und Stauden ein, wie 
z. B. die Fuchsien (Fuchsia), Schmetterlingsstraucharten (Buddleja) und der Färberginster
(Genista tinctoria).
Sträucher sind heute durch ihre Vielseitigkeit beliebt und werden oft verwendet. Mit ihnen ist es möglich, das ganze Jahr über Farbe und Abwechslung in einen Garten zu bringen, da es in jedem Monat blühende Straucharten gibt, so hebt sich z. B. im Winter die Zaubernuss (Hamamelis) durch ihre kleinen, gelben oder rötlichen Blüten vom Schnee ab und wird im Februar von Seidelbast (Daphne) und Kornelkirsche (Cornus mas) abgelöst. Anschließend blühen die Vorsommer- und Sommerblüher wie Flieder (Syringa), Weigelien (Weigelia), Tamarisken (Tamarix) usw. Im Herbst blühen Säckelblume (Ceanothus) und Besenheide (Calluna), die aber oft von der Herbstfärbung mancher Ahorn-Arten (Acer) oder dem Fruchtbehang mancher Pfaffenhütchen (Euonymus) oder Feuerdorn-Sorten (Pyracantha) übertroffen werden.
Auch der Duft der Blüten ist bei Sträuchern ein wichtiges Auswahlkriterium; manche Arten duften zart und wenig intensiv wie beispielsweise der duftende Schneeball (Viburnum farreri) und Seidebast (Daphne mezereum), andere sind sehr intensiv im Geruch wie der falsche Jasmin (Philadelphus) oder der Flieder
(Syringa).
Neben den laubabwerfenden Sträuchern gibt es auch immergrüne, die den Garten im Winter beleben und im Sommer den farbenprächtigen Sträuchern und Stauden als Hintergrund dienen. Die Farbtöne der Blätter, die sehr verschieden sind, werden durch die Zuchterfolge noch erheblich erweitert. Insgesamt haben diese Zuchtversuche in den letzten Jahrzehnten dazu beigetragen, unsere heimischen Straucharten aus den Gärten zu verdrängen. Beispiele sind hier der schwarze Holunder (Sambucus nigra) und das Paffenhütchen 
(Euonymus euopaeus). 
Bei dieser reichhaltigen Auswahl an verschiedensten Straucharten wird es wohl kaum einen Standort geben, der nicht durch einen Zierstrauch geschmückt werden kann. Die meisten Straucharten begnügen sich mit normalem Gartenboden und beanspruchen kein besonderes Maß an Pflege.
In den ersten Jahren nach der Pflanzung ist bei Gruppenpflanzungen die Gefahr der Verunkrautung hoch. Deshalb ist Hacken oder Mulchen im Herbst wichtig. Bei älteren Pflanzen sollte das abfallende Laub unter den Sträuchern nicht entfernt werden, denn es liefert dem Boden Nährstoffe.


Bei manchen Straucharten ist von Zeit zu Zeit ein Schnitt notwendig. Das gilt gerade für Sträucher und Halbsträucher, die  am einjährigen Holz blühen sollen.  Bei älteren Gehölzen, die üppig blühen sollen, wird alle 2 - 4 Jahre das alte Holz entfernt. Dazu zählen Deutzie, Forsythie, Ranunkelstrauch (Kerria), falscher Jasmin (Philadelphus), Blutjohannisbeere (Ribes sanguineum), Spierstrauch, Flieder (Syringa), Schneeball (Vieburnum) und Weigelie.
Hier sollte vielleicht auch einmal erwähnt werden, dass Sie nicht nur Pflanzen, die Ihr Nachbar im Garten hat oder die häufig in öffentlichen Anlagen zu sehen sind, verwenden sollten, sondern es ruhig einmal wagen, eine etwas seltenere Pflanze zu beschaffen. Auch das wäre ein Beitrag zu einem weniger einförmigen Aussehen unserer Gärten. Deshalb soll die eingangs beschriebene Vielfältigkeit der Sträucher nun ausführlich behandelt werden. Dazu dienen die Auflistungen der verschiedenen Arten nach ihrem Aussehen, ihren Eigenschaften, ihren Ansprüchen und ihrer Verwendung.
Die aufgeführten Sträucher können allerdings nur eine Auswahl darstellen, die Listen wären beliebig erweiterbar und Sie sollten ruhig wagen, auch andere Arten für Ihren Garten zu verwenden. Ein Gärtner kann Ihnen bei Ihrer Entscheidung sicherlich hilfreich zur Seite stehen.


Das Aussehen der Sträucher:
Sträucher haben ein unterschiedliches Aussehen und unterschiedliche Verwendungsmöglichkeiten.
Wenn Sie einen Garten bepflanzen wollen, müssen Sie zuerst wissen, wie hoch die Pflanzen erden. Es wäre doch schade, wenn Sie eine wunderschöne Felsbirne (Amelanchier) in Ihrem Vorgarten entfernen müssten, weil Sie in der Küche kein Licht mehr haben. 
Wir unterscheiden hier grob die fünf folgenden Größenklassen:


Kriechende Laubgehölze:
Sie können als Bodendecker zur Unterpflanzung von Gehölzen oder als Ersatz für den Rasen verwendet werden.
Hierzu gehören:     Zwergmispel, Pfaffenhütchen, Fingerstrauch
Niedrig wachsende Laubgehölze: (bis etwa 1 m Höhe)
Auch sie können flächendeckend verwendet werden, ansonsten eignen sie sich für niedrige Pflanzungen.
Hierzu gehören:    Berberitze, Deutzie, Färberginster
Mittelhohe Sträucher: (1 bis 3 m Höhe)
Sie sind sehr vielseitig verwendbar, z. B. an der Hausmauer, am Rande des Staudenbeetes oder im Gehölzrandbereich, der den Garten abgrenzt.
Hierzu gehören:    Berberitze, Scheinhasel, Seidelbast, Stern-Magnolie
Höhere Sträucher: (3 bis 5 m Höhe)
Hierzu gehören:    Blasenstrauch, Haselnuss, Perückenstrauch, Zubernuss,
                               Frühlings-Tamariske
Hohe Sträucher: (5 bis 10 m Höhe)
Sie bilden zusammen mit Bäumen das Gerüst eines Gartens. In kleinen Gärten ersetzen sie die Bäume, in großen Gärten dienen sie als Wind- und Sichtschutz. Viele von ihnen kommen als Solitärgehölze besonders gut zur Wirkung; ihnen wurde eine gesonderte Liste gewidmet.
Sehr häufig verwendet:    Aralie, Hartriegel, Stechpalme, Apfel, Flieder
Für einen streng gestalteten Garten eignen sich häufig einige Pflanzen von besonderem Wuchs.
Überhängend wachsende Sträucher:
Hängeformen wie beispielsweise der echte Jasmin können auf die Kronen höherliegender Mauern gesetzt werden, so dass ihre Äste herabhängen.
Hierzu gehören:    Felsenmispel, Winter-Jasmin, Zierkirsche, Hängende           
                               Kätzchen-Weide
Sträucher von besonderem oder bizarrem Wuchs:
Hierzu gehören:    Korkenzieher-Hasel, Scheinbuche, Essigbaum

Sträucher zeichnen sich im Vergleich zu anderen Gehölzen durch ihren Reichtum an Blütenfarben und -formen, Blütezeiten und -dauer aus. Pracht- und Ziersträucher müssen nach diesen Kriterien arrangiert werden.
Zu beachten ist, dass einige Straucharten am einjährigen, andere am mehrjährigen Holz blühen.
Am einjährigen Holz blühen: Aralie, Schmetterlingsstrauch
Sorten: Besenheide, Färberginster, Eibisch, Johanniskraut, Lavendel,        
              Fingerstrauch, Essigbaum
Sie werden meist jährlich zurückgeschnitten, um im folgenden Jahr wieder austreiben und blühen zu können.



Die Blütenfarbe und die Blütezeit:

Mit einer gut geplanten Auswahl der Gehölzarten können Sie sich einen Garten schaffen, in dem es das ganze Jahr über blühende Pflanzen gibt, denn selbst im Winter gibt es Sträucher, die blühen. 
Im Winter (November bis Februar) blühen:
weiß:                  Schneeheide
gelb:                   Kornelkirsche, Lichtmess-Zaubernuss, Echter Jasmin
rosa oder rot:    Seidelbast, Schneeheide
Im Frühling (März bis Mai) blühen:
weiß:                  Felsenbirne, Magnolie, Kirsche
gelb:                   Kornelkirsche, Scheinhasel, Forsythie, Johannisbeere
rosa oder rot:    Schneeheide, Seidelbast, Magnolie, Kirsche
lila:                      Rhododendron


Im Sommer (Juni bis August) blühen:
weiß:                   Schmetterlingsstrauch, Hartriegel, Hortensie, Rose
gelb:                    Ginster, Johanniskraut, Geißblatt, Fingerkraut, Rose
rosa oder rot:     Schmetterlingsstrauch, Fuchsie, Geißblatt, Rose
lila:                       Schmetterlingsstrauch, Besenheide, Eibisch
blau:                     Schmetterlingsstrauch, Bartblume, Eibisch, Blauraute
Im Herbst (September bis Oktober):
weiß:                    Hortensie, Rose
gelb:                     Zaubernuss, Fingerkraut, Rose 
rosa oder rot:      Besenheide, Säckelblume, Rose
lila:                        Besenheide
blau:                     Bartblume

Es gibt bei den Gehölzen sommer-, winter- und immergrüne Arten. 
Zu den sommergrünen zählen fast alle Sträucher, die üblicherweise verwendet werden. Wintergrüne werfen ihr Laub erst nach dem Winter ab; 
dazu gehören:    Geißblatt, Magnolie, Oster-Schneeball
Die immergrünen sind zwar nicht "immer grün", sie verlieren ihr Laub aber nur alle paar Jahre und dabei nicht auf einmal, sondern immer nur einzelne Blätter.

Auch das Aussehen der Blätter kann sehr unterschiedlich sein. Sie unterscheiden sich in der Zeit des Austreibens, der Farbe, der Form, ihrer Herbstfärbung, dem Zeitpunkt des Blattfalls und können entsprechend verwendet werden.
Diejenigen, die besonders früh austreiben, bringen uns den Frühling näher und werden deshalb gerne verwendet:
Blasenstrauch, Scheinquitte, Edel-Ginster, Prunkspiere, Gemeiner Fingerstrauch, Trauben-Kirsche, Schwarzer Holunder, Mehl-, Vogelbeere
Formen: Schneespiere, Duft-Schneeball
Die Farben der Blätter reichen von sämtlichen Grüntönen bis zu roten, gelblichen, silbergrauen oder silberblauen Tönen. Es gibt auch Züchtungen weiß-grün-gestreifter, oder gelb-grün-gefleckter oder weiß-gelb gefärbter Blätter. 
Weiter gibt es einige Sträucher, die sich durch eine besonders schöne, sehr intensive Herbstfärbung in den verschiedensten Rot- oder Gelbtönen auszeichnen. Dazu gehören:
Rot-Ahorn, besonders Berberitze, viele Arten Sibirischer Hartriegel, Perückenstrauch

Besonders an hochgeasteten Sträuchern, die eher baumförmig wachsen, fällt die schöne Rindenfärbung mitsamt ihrer Struktur auf. Sie stellen gerade im Winter, wenn der Garten recht farblos aussieht, einen angenehmen Kontrast zum Schnee dar. Von besonders schöner Rindenfärbung sind:
Streifen-Ahorn, Schlangenhaut-Ahorn, Birke, Sibirischer Hartriegel, Echter Jasmin, Essigbaum, Reif-Weide, Eberesche

Fruchtende Sträucher:
Es gibt Pflanzen, bei denen männliche und weibliche Geschlechter in einer Blüte vereint sind. Das ist bei den meisten Sträuchern so, man nennt sie zwittrig. Bei getrennt geschlechtlichen Pflanzen gibt es einhäusige, hier sind männliche und weibliche Geschlechter zwar getrennt voneinander, aber auf ein- und derselben Pflanze. Bei zweihäusigen Geschlechtsverhältnissen gibt es Pflanzen mit weiblichen und Pflanzen mit männlichen Blüten. Und wenn Sie möchten, dass diese Pflanze Früchte tragen, dann müssen Sie zu einer weiblichen Pflanze eine männliche gesellen. Dies sind nun:
Ahorn, viele Arten und Formen; Schneeflockenstrauch; Perückenstrauch; Stechpalme; Sanddorn; Maulbeerbaum; Weide.
Die Früchte unserer Sträucher erscheinen uns meist als Beeren. Manche sind auch Steinfrüchte oder Sammelfrüchte von häufig orangener oder roter Farbe. Sie schmücken unsere Sträucher über den Winter bis zum Frühjahr hin und lockern damit das etwas triste Bild des Gartens während des Winters auf. Manche Früchte, z. B. die Beeren der Felsenbirne (Amelanchier) oder des Weißdorn (Crataegus), sind bei Vögeln sehr beliebt - ein Grund mehr sie in unseren Gärten anzupflanzen.
Sträucher mit schmückenden Früchten:
Schönfrucht, Amerikanischer Blumen-Hartriegel, Perückenstrauch, Felsenmispel, Weißdorn, Seidelbast, Sanddorn
Formen: Skimmi, Funkblatt, Gemeine Schneebeere, Gemeiner Schneeball,  
                Immergrüner Schneeball.

Die Eigenschaften der Sträucher
Sträucher kommen wie alle anderen Pflanzen aus unterschiedlichen Ländern, leben unter verschiedenen Verhältnissen und entwickeln sich ihrer individuellen Art entsprechend. Einige ihrer besondern Eigenschaften sollen im folgenden beschrieben werden, um die Pflanzen besser kennenzulernen und damit an geeigneter Stelle verwenden zu können, beispielsweise, wenn Sie in Ihrem Garten auf einen Zaun verzichten wollen: 
Dornige Gehölze:
Mit ihnen kann ein Grundstück abgegrenzt oder ein Durchgang gesperrt werden. Auch für Vögel bietet sich eine sichere Nistmöglichkeit, weil dornige Sträucher von Katzen verschont bleiben.
Hierzu zählen:
Berberitze, Weißdorn, Stechpalme, Feuerdorn, Johannis- u. Stachelbeere, Rose, Brombeere, Himbeere
Duftende Sträucher:
Bei den Duftgehölzen wird nach aromatisch riechendem Laub und duftend Blüten unterschieden:
Blüten:    Akebie, Schmetterlingsstrauch, Scheinhasel, Zierquitte, Winterblüte, 
                Weißdorn, Seidelbast, Ölweide, Rebhuhnbeere, Echter Jasmin, 
                Goldregen, Pfeifenstrauch, Traubenkirsche, Rose, Schwarzer
                Holunder, Skimmi, Flieder, Schneeball
Laub:      Bartblume, Perückenstrauch, Rebhuhnbeere

Solche Sträucher kommen hervorragend zur Geltung, wenn man sie an die Terrasse oder vor ein häufig geöffnetes Fenster pflanzt, wo man von ihrem Duft riechen kann. Oder - wenn Sie gerade dabei sind Ihren Garten 
anzulegen - wie wäre es dann mit einem Duftgarten?


Giftpflanzen:
Die nun folgenden Pflanzen sind als ganze oder in Zeilen giftig. Sie sollten sie bedacht verwenden.
Das heißt nicht, besser auf sie zu verzichten, sondern, falls Ihre Kinder unbeaufsichtigt im Garten sind, sie zur Vorsicht zu erziehen oder beispielsweise giftige Beeren sofort nach der Blüte von den Sträuchern zu zupfen und wegzuwerfen. Nicht erwähnt sind hier - darauf sei ausdrücklich hingewiesen - giftige Laub- und Nadelbäume sowie Stauden.
Giftig sind:
Seidelbast, Pfaffenhütchen, Efeu, Stechpalme, Lorbeerrose, Goldregen Heckenkirsche, Schneeball
Heilpflanzen:
Einige unserer Gartensträucher hatten zu Großmutters Zeiten eine wesentliche Bedeutung als Heilpflanzen. Sie wieder in unsere Gärten aufzunehmen kann nicht nur eine gesundheitliche, sondern auch eine optische Bereicherung darstellen. Beispiele sind hier die Halbsträucher Rosmarin und Lavendel, die zudem noch herrlich duften und als Kräuter für den Sonntagsbraten oder fürs Kräuterkissen verwendet werden könne. 
besonders reich an Vitamin C sind:
Sanddorn, Schwarze Johannisbeere, Hundsrose, Brombeere, Himbeere, Schwarzer Holunder, Vogelbeere
weiterhin sind von Heilkraft:
Weißdorn, Zaubernuss, Efeu, Hopfen, Faulbaum
Diese Aufstellung sollten Sie lediglich als Anregung zur Verwendung von Heilpflanzen in Ihrem eigenen Garten verstehen. Vergessen sie nicht, dass einige dieser Pflanzen in größeren Mengen oder bei falscher Zubereitung giftig sind. Informieren Sie sich also jeweils genau über die Verwendung Ihres "Kräutleins".
Schnellwüchsige Pflanzen:
Sie können in neu angelegten Gärten schnell zu einem Sicht- und Windschutz führen, und nach einigen Jahren, wenn die langlebigen Gehölze groß genug sind, können sie herausgeschlagen werden. 
Beispiele sind: Vogelkirsche, Weide, Eberesche, Schwarzer Holunder
Heimische Sträucher:
Sie sind in den meisten Teilen Deutschlands, aber bei weitem nicht überall, heimischen. 
Ihre Verwendung wurde in den letzten Jahrzehnten leider immer mehr in den Hintergrund gedrängt.
In Gärten, die direkt an die freie Natur anschließen, also beispielsweise auf dem Land, sollten Sie besser einheimische Gehölze verwenden. Exotische Pflanzen oder Zuchtformen einheimischer Arten passen oft nicht in unsere Landschaft und bieten der Tierwelt keine Lebensräume.
Den meisten Tier- und Pflanzenarten versuchen viele Leute damit zu begegnen, ihren Garten als Oase für viele Vogelarten, sowie für Frösche, Lurche und Kleingetier bereitzustellen. Wäre solch ein "ökologischer Garen" nicht auch bei Ihnen machbar? 
Heimische Sträucher sind:
Gemeine Felsenbirne, Weißer Hartriegel, Roter Hartriegel, Haselnuss, Weißdorn, Rotdorn, Ölweide, Pfaffenhütchen, Sanddorn, Liguster, Gemeine Heckenkirsche, Vogelkirsche, Steinweichsel, Schlehdorn, Faulbaum, Hundsrose, Schwarzer Holunder, Traubenholunder, Vogelbeere,  Wolliger Schneeball, Gemeiner Schneeball.


Sträucher als Beitrag zur Umwelt:
Prinzipiell ist jedes Gehölz eine Lebensstätte für Tiere, auch wenn in Laubgehölzen mehr Tierarten als in Nadelgehölzen leben können.
Manche Straucharten werden von Bienen bevorzugt, da sie hier Nahrung finden, andere dienen für Vögel als Schutz oder sie finden hier Nahrung. Mit solchen Gehölzen im Garten können Sie das Leben der Vögel in ihrer natürlichen Umwelt beobachten und Ihren Kindern näher bringen.
Bienennährgehölze:
Hierbei handelt es sich meist um reichblühende Sträucher, die viel Nektar spenden. Die Blütezeit für Bienen von größter Bedeutung.
Besenheide, Kornelkirsche, Haselnuss, Ginster, Schneeheide, Forsythie, Kirsche, Johannisbeere, Stachelbeere, Rose, Weide, Tamariske
Vogelnährgehölze:
Durch ihre Früchte dienen sie den Vögeln als Nahrungsquelle. Arten, die ihre Früchte lange tragen und den Vögeln somit die Überwinterung erleichtern sind besonders wichtig.
Hierzu zählen:
Berberitze, Hartriegel, Felsenmispel, Weißdorn, Sanddorn, Stechpalme, Liguster, Heckenkirsche, Bocksdorn, Apfel, Kirsche, Feuerdorn, Faulbaum, Rose, Brombeere, Himbeere, Holunder, Mehlbeere, Vogelbeere
Vogelschutzgehölze:
Sie bieten durch ihren dichten Wuchs und zum Teil durch ihre Bedornung gute Nistmöglichkeiten.
Berberitze, Kornelkirsche, Roter Hartriegel, Haselnuss, Felsenmispel,  Weißdorn, Pfaffenhütchen, Sanddorn, Stechpalme, Liguster, Heckenkirsche, Kirsche, Feuerdorn, Rose, Brombeere, Himbeere
Gehölze für Schmetterlinge:
Die Buddleja, wie auch ihr deutscher Name Schmetterlingsstrauch andeutet, ist eine wahre Attraktion für Schmetterlinge. Sie befliegen die Blüten in Dutzenden und finden hier Nahrung.


Die Ansprüche der Sträucher:
Die meisten Sträucher für unsere Gärten sind recht anspruchslose Pflanzen.
Sie gedeihen auf "normaler" Gartenerde; nur gedeihen sie auch hier desto besser, je ähnlicher die Lebensverhältnisse im Garten denen ihres heimatlichen Standortes sind. Bei der Auswahl Ihrer Pflanzen haben Sie zwei Möglichkeiten:
Entweder Sie richten sich bei der Auswahl der Pflanzen nach den standörtlichen Gegebenheiten Ihres Gartens oder Sie versuchen, die Verhältnisse im Garten den Ansprüchen der Pflanzen anzupassen.
In jedem Fall müssen Sie aber die Ansprüche der einzelnen Pflanze an den Kalkgehalt, die Feuchtigkeit und die Art des Bodens kennen. Auch die Ansprüche an das Licht und die Empfindlichkeit gegenüber Frost und Krankheiten sind wichtig. Bringen sie uns eine Gartenprobe der Erde vorbei und wir führen für sie eine Bodenanalyse durch. 

Der Lichtbedarf Ihrer Gartenpflanze ist eine Komponente, die kaum beeinflussbar ist, Den Boden können Sie beispielsweise durch Torfzugaben oder Kalkungen verändern, die Lichtverhältnisse können kaum verändert werden.
Am besten ist es, Sie setzen Ihre Pflanzen an den Ort, der ihren Lichtansprüchen genügt.


Für halbschattige bis schattige Bereiche eignen sich unter anderem:
Schneeflockenstrauch, Scheinhasel, Seidelbast, Kletter-Hortensie, Geißblatt, Faulbaum, Gold-Johannisbeere, Blut-Johannisbeere, Sal-Weide, Holunder, Schneebeere, Schneeball
Manche Straucharten, insbesondere Blütensträucher, brauchen zur Entwicklung die volle Sonne. Manche von ihnen gedeihen auch im halbschattigen Bereich:
Schmetterlingsstrauch, Schönfrucht, Gewürzstrauch, Säckelblume, Schneeflockenstrauch, Perückenstrauch, Eibisch, Blauraute, Feuerdorn, Flieder
Da sehr viele unserer schönsten Gartensträucher aus Ländern mit mildem Klima kommen, können sie auch in Deutschland nur in klimabegünstigten Gebieten, wie z. B. Gegenden in denen auch Wein angebaut wird, verwendet werden. Sehr empfindlich gegen Frost und Spätfrost sind:
Schmetterlingsstrauch, Liebesperlenstrauch, Gewürzstrauch, Bastblume, Säckelblume, Winterblüte, Scheinbeere, Eibisch, Echter Jasmin, Lorbeerrose, Torfmyrte, Blauraute, Schneeball

Die Verwendung der Sträucher
Sträucher sind wegen ihres unterschiedlichen Aussehens und ihrer unterschiedlichen Eigenschaften und Ansprüche auf verschiedenste Weise verwendbar:
Felsenbirne, Aralie, Amerikanischer Blumen-Hartriegel, Korkenzieher-Hasel, Zaubernuss, Magnolie, Scheinbuche, Zier-Kirsche, Essigbaum, Funkenblatt, Flieder, Schneeball

Die meisten anderen Sträucher können Sie in Gehölzpflanzungen als Einfassung Ihres Grundstückes verwenden. Durch eine freiwachsende oder bei kleinen Grundstücken durch eine geschnittene Hecke können Sie sich vor Straßenstaub und in gewissem Maß auch vor Straßenlärm schützen. Auch wenn Sie in Ihrem Garten nicht durch die Blicke von Spazierhängern oder Ihren Nachbarn gestört werden wollen, ist eine Gehölzpflanzung für Sie und Ihre Umwelt ein angenehmer Schutz.
In den meisten Fällen kann eine hässliche, leblose und teuere Betonmauer durch schöne Gehölzpflanzungen voller Pflanzen- und Tierleben ersetzt werden. Auch die wertvollsten Gehölze sind oft preisgünstiger als Mauern oder Wände.
Für eine freiwachsende Hecke können Sie Sträucher von unterschiedlicher Höhe, auch Bäume verwenden. Besonders eignen sich Arten, die Halbschatten oder - unter den Bäumen - Schatten vertragen. Sollen sie einen Zaun ersetzen und trotzdem undurchdringlich sein, so können Sie einige Dornensträucher einbringen.
Möchten Sie eine geschnittene Hecke im Garten, so verwenden Sie Sträucher, die den jährlichen Schnitt vertragen. Die Höhe, die eine Hecke erreichen kann, richtet sich nach der Stärke des Rückschnittes.
Für hohe Hecken sollten Sie nur Arten verwenden, die von Natur aus mindesten 3 - 10 m groß werden. Dazu gehören:
Feldahorn, Hainbuche, Kornelkirsche, Roter Hartriegel, Haselnuss, Weißdorn, Ölweide Buche Steinweichsel und Traubenkirsche.


Wenn Sie sich auch im Winter eine dichte Hecke wünschen, so können Sie auch einige Nagelgehölze einbringen. Für Schnitthecken, die nur 40 - 100 cm hoch werden sollen und eher als Einfassungen dienen, eignen sich folgende Arten:
Scheinquitte, Deutzie, Rosen-Spiere
Es gibt auch einige Laubgehölzarten, die das ganze Jahr über grün sind: 
Berberitze, Spindelbaum, Liguster und Geißblatt.
Unter den Gehölzpflanzungen im Garten, an der Stelle von Rasen oder auf Flächen, die wenig gepflegt, aber doch bewachsen sein sollen, können Sie Bodendecker verwenden. Ihre Verwendung hängt von ihren Ansprüchen an Boden, Wärme und Licht und Pflege ab.


Folgende Arten sind besonders zu empfehlen: Bei Sonne:
Besenheide, Silberwurz, Schneeheide, Heilginster, Johanniskraut.
Im lichten Schatten, z. B. unter Gehölzen, wachsen folgende blühende Gehölzarten: 
Hartriegel, Spindelbaum, Rebhuhnbeere, Dickmännchen, Immergrün
Kübelpflanzen, die im Keller überwintern:
Lorbeer, Oleander, Rosmarin

Vergessen Sie hierbei nicht, dass diese Pflanzen hervorragend mit Stauden und Blumen kombiniert werden können.
Für Pflanzengefäße, die das ganze Jahr über im Freien stehen, empfehlen sich neben den üblichen Pflanzen: 
Der Schmetterlingsstrauch (Buddleja), ein Sommerblüher, der sich mit seinen stark duftenden Blüten besonders als Solitärgewächs eignet. In ausgewachsenem Zustand, namentlich zur Blütezeit, erreicht der Strauch eine Höhe von bis zu 3 m.
Die Forsythie (Hibiskus): er ist zwar auch eine winterharte Pflanze, sollte jedoch bei strengeren Temperaturen nicht allzu ungeschützt im Freien stehen. Am wohlsten fühlt er sich an einem windgeschützten Ort, an dem er den Winter überdauern kann.
Der Rhododendron. Er eignet sich mit seiner geringen Höhe von bis zu 2 m mehr für kleinere Gärten, und bevorzugt ebenso windgeschützte Plätze.

 

 

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