Hasen und Kaninchen

Ist die Haltung von Kaninchen in Freigehegen geplant, sollten diese stabil errichtet werden. Die seitlichen Begrenzungen müssen aus verzinktem Maschendraht bestehen, wobei die Maschengröße so zu wählen ist, dass weder erwachsene noch Jungtiere aus dem Gehege krabbeln können. Deshalb sollte der untere Teil der Abgrenzungen zusätzlich mit einem sehr engmaschigen Geflecht umspannt werden. Bei der Höhe des Freigeheges ist darauf zu achten, dass der Tierbetreuer zur Verrichtung der täglichen Arbeit problemlos aufrecht stehen kann.Koch Altmannstein Stahllhaltung Hasen und Kaninchen

 

Da geschlechtsreife weibliche Tiere dazu neigen wie ihre Wildgenossen zum Setzen der Jungtiere Erdröhren anzulegen, muss auch die Bodenfläche mit verzinktem Maschendraht in etwa 50 bis 60 cm Tiefe so ausgelegt werden, dass der unterirdische Maschendraht die äußere Umrandung vollständig erreicht und hier keine Fluchtmöglichkeiten gegeben sind. 
Zum Schutz von Greifvögeln (z.B. Habicht) und Raubtieren (z.B. Marder oder Katzen) muss auf eine vollständige Dachabdeckung geachtet werden, die auch schwerere Schneebelastungen im Winter oder von Bäumen herunterfallende Äste problemlos aushält. Die Gehege müssen mit Hütten, die vor Regen, Schnee und Wind schützen, ausgestattet sein. 
In diese setzen Kaninchen oft ihre Jungen. Der Eingang zu den Schutzhütten sollte schnell verschließbar und das Dach sollte zur besseren  täglichen Tierbetreuung und Beobachtung aufklappbar sein.

 

Bei Gruppenhaltung in einem Freigehege sollten jeder Tier mindestens 2 qm Bodenfläche  zur Verfügung stehen. Ingesamt soll eine Gruppe wegen der Gefahr der Krankheitsübertragung nicht mehr als 4 bis 5 Tiere umfassen, für die ein Freigehege von 8 - 10 qm Fläche ausreicht. 

 

Diesen Angaben sind natürlich nach oben hin keine Grenzen gesetzt. 

 

 

 

Koch Altmannstein Stahllhaltung Hasen und Kaninchen

 

Im Gehege sollte den Tieren wie bei der Käfighaltung das Trinkwasser in Flaschen oder über Nippeltränken angeboten werden, da Schalentränken auf dem Boden mit Kot und Futterresten verunreinigt werden und das Wasser schnell verdirbt. Der Futterautomat sollte so angebracht werden, dass er von außen befüllbar ist.

 

Durch die Ausscheidungen der Kaninchen kann der Boden mit Krankheitserregern verseucht werden. um einem zu großen Krankheitsdruck vorzubeugen, bietet sich Rindenmulch als Einstreu an. Rindenmulch kann von Zeit zu Zeit aus dem Freigehege entfernt werden und nimmt im Gegensatz zum Stroh die Feuchtigkeit des Regens nicht so sehr auf.
Das Freigehege sollte mit einem dach als Schutz vor Sonne und Regen versehen werden. Wird der Boden nicht mit Einstreu bedeckt, sollte er zumindest trocken und sandig sein. Ein lehmiger Boden ist ungünstig. Befinden sich Obstbäume im Freigehege, sollten die Stämme mit einem Drahtgeflecht vor Verbiss geschützt werden.

 

Sowohl bei der Gehegehaltung im Freien als auch in überdachten Räumen kann der Infektionsgefahr durch den eigenen Kot dadurch vorgebeugt werden, dass ein Bodengitter konstruiert wird, das aus Holzlatten mit etwa 3 cm Breite und 1,2 bis 1,6 cm Spaltenbreite besteht. Dieses Holzgeflecht, das den gesamten Boden des Geheges bedeckt, wird auf Holzbalken etwa 10 cm über dem Boden befestigt. Die Holzbalken unterhalb des Bodengitters sollten an allen Seiten um 10 cm nach innen versetzt werden, so dass sich an den Rändern keine Kotecken bilden können. Der Abstand zwischen den Holzbalken sollte 15 cm nicht überschreiten, damit das Bodengitter stabil genug zum Betreten ist. 
Der Kot fällt dann durch die einzelnen Holzspalten und ist so für das Tier nicht erreichbar. 

 

In regelmäßigen Abständen können die Tiere aus dem Gehege genommen, das Holzgeflecht, entfernt und das Gehege gut gereinigt werden. Verwendet man kein Holzgeflecht, sondern Rindenmulch, muss man diesen von Zeit zu Zeit entfernen und die Bodenfläche z.B. mit Branntkalk desinfizieren. In den regenreichen Monaten ist dies häufiger erforderlich.

 

Ideal kombinieren lassen sich Stall- und Auslaufhaltung durch ein versetzbares Gehege. In diesem können die Tiere während der Vegetationsperiode Grünflächen beweiden. Ein versetzbares Gehege lässt sich aus einem Latten- oder Metallrahmen herstellen.

 

   -   Die Grundfläche sollte etwa 130 x 80 cm, die Höhe 80 cm betragen

 

   -   Der Rahmen wird mit einem engmaschigen Drahtgeflecht bespannt
       - erhältlich bei Fa. Zwickl, Altmannstein-

 

   -   Die Oberseite muss abnehmbar oder mit einer Klappe versehen sein

 

   -   Über einem Teil des Geheges wird ein leichtes Dach, etwa aus Kunststoff oder 
       Holz,  zum Schutz vor Sonne und Regen angebracht

 

Auch hier ist von der Größe nach oben keine Grenze gesetzt.

 

                                    

 

Das Gehege ist in Abhängigkeit der Tierzahl täglich oder mehrmals täglich zu versetzten, so dass die Tiere immer eine frische Grasnarbe zum Abfressen vorfinden. Es muss nicht nur mit Tränkenflaschen, sondern auch mit Heuhaufen versehen werden. Diese sollten sich unterhalb der Überdachung befinden, da sonst das angebotene Heu bei Regen nass wird.
Zusätzlich sollte eine Käfigecke beiderseits etwa 40 cm breit mit vom Boden bis zum Dach durchgehenden Brettern von außen verkleidet werden, damit sich die Tiere bei Zugluft dorthin zurückziehen können.

 

Die Tiere lernen sehr schnell das Gras durch den Draht zu fressen. Als lebendige "Mähmaschinen" halten Kaninchen so eine Wiese kurz. Das Gras sollte allerdings nicht zu hoch und noch nicht zu verholzt sein.
Ideal ist frisches, junges Gras in Kombination mit Heu. Wichtig ist, dass weder das Gras noch z.B. Obstbäume auf einer Streuobstwiese mit Pflanzenschutzmitteln behandelt wurden. Ist das Gras der Wiese schon etwas älter, sollten auch kleinere Mengen energiereiches Futter zugeführt werden. 

 

 

 


 

 

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