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Katzen wissen, was sie wollen ....

........... und das macht sie so sympathisch.

Katzen sind neugierig und ständig in Bewegung, wenn es darum geht, etwas Neues zu erkunden.

Dann wiederum liegen sie auf der faulen Haut und lassen sich von "ihren" Menschen  verwöhnen. Sie suchen sich sehr genau aus, wem sie ihre Zuneigung schenken. Doch wenn sie erst einmal jemandem diese Ehre zuteil werden lassen, dann ist es oft der Anfang einer langen Freundschaft.

Deshalb werden in deuka Katzenschmatz nur ausgewählte Zutaten verarbeitet, natürlich ohne künstliche Farb-, Konservierungs- und Aromastoffe.

Deuka Katzenschmatz ist eine ausgewogene, sehr schmackhafte Vollnahrung, die ihre Katze mit allem versorgt, was sie braucht, um sich wohl zu fühlen und topfit bleiben

Koch Altmannstein

 

 

 

Wir wissen, was Katzen brauchen ....

Geben sie Ihrer Katze die empfohlene Tagesration deuka Katzenschmatz auf mindestens zwei Mahlzeiten pro Tag in den Napf. Ihre Katze wird dann nach Bedarf fressen.

Bitte beachten Sie , dass es sich bei den angegebenen Futtermengen um Richtwerte handelt. Je nach Alter und Aktivität Ihrer Katze kann der Energiebedarf höher oder niedriger ausfallen.

Bei trächtigen und säugenden Katzen steigt die Fütterungsmenge deutlich an. Vor allem während der Säugezeit braucht Ihre Katze die zwei- bis dreifache Menge Futter pro Tag.

 

Katze 1 50  zu 80

 

Katze 2 50  zu 80

 

 

 

 

 Wichtig :

Trinken ist unentbehrlich für Ihre Katze.

Sorgen Sie deshalb dafür, dass in einem separaten Schälchen immer ausreichend frisches Wasser zur Verfügung steht.

 

MO895  Katze 625cm 1.09 -p1 - Kopie

 

 


Leckerlies für ihre Katzen selbstgemacht ist gar nicht so schwer

Ihre hausgemachten Häppchen schmecken ihren Tigern sichern. Experimentieren sie ruhig mit den Zutaten. Die angegebenen Zutaten sind in jedem Supermarkt, im Naturkostladen oder im Reformhaus zu erhalten. Verwenden sie nur absolut frische Zutaten. Auch Kräuter wie z.B. Petersilie oder Katzenminze, die sie im Garten oder im Blumentopf selbst ziehen (siehe Gartenseiten) können ins Rezept mit eingebunden werden. 

Die Katzenhäppchen müssen jedoch zur Aufbewahrung vollständig ausgekühlt sein. Sie können sie in dicht schließenden Behältern im Kühlschrank, in einem Glas- oder Keramikgefäß, mit locker aufliegendem Deckel, oder auch Plätzchendosen aus Holz oder Kunststoff mit Luftlöchern aufbewahren. Im Kühlschrank aufbewahrtes Futter sollte jedoch zur Fütterung immer Zimmertemperatur haben.

Ich lege die Happen in die Gefriertruhe und entnehme immer eine entsprechende Menge, da die selbstgebackenen Stücke nicht so fest aushärten, wie die gekauften. Durch die Feuchtigkeit könnte somit leicht Schimmelbefall auftreten, und die ganze Freude wäre umsonst gewesen, da man dies natürlich nicht verfüttern kann.

Man sollte auch bedenken, dass man die Leckerlies nicht groß als Form anbietet. Ich rolle den Teig aus, und schneide ihn in ca. 1cm Quadrate. Oder sie stechen mit normalen Plätzchenformen den Teig aus, und brechen sie zum Verzehr in kleine Stücke. 

 -   Bitte beachten sie die Gebrauchanweisung ihres Backofens.

 -   Den Teig auf einem gefetteten oder mit Backpapier ausgelegtem Backblech backen

 -   Backtemperatur  180 Grad

 -   Den fertig gebackenen Teig immer auf einem Rost abkühlen lassen.

 

Fischwürfel:   ca. 400 Stück

125 gr aus der Dose abtropfen lassen, 250 gr Vollkorn- oder Semmelbrösel, 60 gr, Vollkornmehl oder Weizenmehl, 1 Eßl. Pflanzenöl, 1 Ei verquirlt, 1/2 Teel. Bierhefe.

Den Lachs sehr fein zerpflücken, und alle Zutaten zu einem Teig vermengen. Auf bemehlter Arbeitsfläche ausrollen und mit entsprechender Form ausstechen oder zuschneiden. Backzeit ca. 15 - 20 Minuten.

 

Tunabiss:  ca. 600  Stück

1 Dose Thunfisch in Wasser (bitte nicht in Öl o.ä. eingelegten), 
260 gr Maisgrieß, 260 gr Vollkornmehl oder Weizenmehl, 65 ml Wasser,125 ml Pflanzenöl, 1/4 Teel. Salz.

Den Tunfisch fein zerpflücken, und alle Zutaten zu einem Teig vermengen. Den Teig ca. 6 mm dick auf einer bemehlter Arbeitsfläche ausrollen, ausstechen oder schneiden. 15 - 20 Minuten backen.

 

Kaas`Bissen:   ca. 500 Stück

180 gr Weizenmehl, 175 gr geriebener Cheddarkäse, 75 gr geriebener Parmesan, 60 gr Naturjoghurt oder Sauerrahm, 60 gr Maisgries.

Käse und Joghurt vermischen, Maisgrieß und Mehl zugeben (sollte Teig zu fest sein, mehr Joghurt oder Rahm zugeben). Den Teig auf bemehlter Fläche ausrollen, ausstechen oder schneiden. 15 - 20 Minuten backen.

 

Chickensticks:   ca. 600 Stück     

380 gr  zerkleinertes und gekochtes Hähnchenfleisch, 130 gr Hühnerbrühe, 250 gr Weizenvollkornmehl, 80 gr Maisgrieß, 1 EL (15gr) Margarine.

Brühe und Hähnchenfleisch vermischen. Die Margarine, unter das Mehl und Grieß mengen. Danach die Mischung aus Brühe und Fleisch hinzufügen und alles zu einem Teig verarbeiten. Den Teig auf bemehlter Fläche ausrollen, ausstechen oder schneiden. 
15 - 20 Minuten backen.

 

Apple - Sweet:      ca. 300 Stück      

250 gr Weizenvollkornmehl, 130 gr Weizenmehl (Type 405), 65gr Sojamehl, 1 TL gehackte Katzenminze (nach Belieben), 80 ml Wasser, 1 EL Weizenkeime, 75 gr Magermilchpulver, 1 EL Melasse oder Rübensirup, 3 EL ungesüßtes Apfelmus.

Alle trockenen Zutaten in eine Schüssel mischen. Wasser, Apfelmus und Melasse dazugeben, mischen und zum Teig verkneten. Den Teig auf bemehlter Fläche ausrollen, ausstechen oder schneiden. 15 - 20 Minuten backen.

 

Cat - Krackers:   ca. 500 Stück     

170 gr Weizenvollkornmehl, 120 gr Weizenmehl (Type 405),
120 gr Magermilchpulver, 1 Dose (175 ml) Tunfisch in Öl, 1 EL Pflanzenöl, 1 verquirltes Ei, 60 ml Wasser, nach belieben 1 TL gehackte Katzenminze.

Tunfisch in kleine Stückchen zerpflücken und Mehl, Katzenminze und Milchpulver hinzugeben. Öl und Wasser dazugeben und gut durchmischen. Schaumig geschlagenes Ei zur Mischung dazugeben. Teig ca. eine Minute durchkneten. Den Teig auf bemehlter Fläche ausrollen, ausstechen oder schneiden. 15 - 20 Minuten backen. 

 

Knusperle:      ca. 600 Stück      

630 gr Weizenvollkornmehl, 130 gr Magermilchpulver, 1 TL Knoblauchpulver, 1 Ei, 180 ml Wasser oder Brühe.

Weizenvollkornmehl, Magermilch- und Knoblauchpulver in eine Schüssel geben und gut vermischen. Ei in einem Messbecher verquirlen und mit Wasser auf 250 ml auffüllen. Diese Mischung dann nach und nach unter die trockenen Zutaten kneten, bis ein fester Teig entsteht. Den Teig auf bemehlter Fläche ausrollen, ausstechen oder schneiden. 15 - 20 Minuten backen.

 

Roggenstangerl:       ca. 200 Stück    

Schnell Zubereitet!!!

250 gr Roggenmehl, 60gr Sojamehl, 1/2 TL Knoblauchmehl, 3 EL Pflanzenöl

Roggen-, Soja- und Knoblauchmehl miteinander vermischen. Öl und Wasser mischen und zu den trockenen Zutaten geben. Dieses Gemisch dann zu einen Teig kneten. Den Teig auf bemehlter Fläche ausrollen, ausstechen oder schneiden.15 - 20 Minuten backen.

 

Katzennippes:       ca. 400 Stück     

170gr Weizenvollkornmehl, 170 gr Weizenmehl (Typ 405), 65 gr Kleieflocken, 65 gr Soja- oder Roggenmehl, 2 EL Weizenkeime, 
1 EL Melasse, 2 EL Pflanzenöl, 1 EL Algenpulver, 1 TL Knochenmehl, 80 ml Magermilch oder Wasser.

Alle trockenen Zutaten mischen. Alle flüssigen Zutaten mischen und die trockenen Zutaten nach und nach hinzufügen, bis eine homogene Masse entstanden ist. Teig durchkneten. Den Teig auf bemehlter Fläche ausrollen, ausstechen oder schneiden. 15 - 20 Minuten backen. Häppchen danach solang im Ofen lassen, bis sie völlig ausgekühlt sind. 

 

Turkey - Bits:      ca. 500 Stück     

370 gr gekochtes Truthahnfleisch (oder Hähnchenfleisch), 1 großes Ei, 3 EL Wasser oder Hühnerbrühe, 250 gr Maisgrieß, 125 ml Weizenvollkornmehl oder Weizenmehl (Type 405).

Im Mixer Truthahnfleisch, Ei und Brühe miteinander mischen. Maisgrieß und Mehl in einer mittelgroßen Schüssel mischen. Die Truthahnmischung nach und nach hinzufügen, bis alles gut durchgefeuchtet ist. Den abgedeckten Teig 2 - 3 Std. im Kühlschrank kühlen. Den Teig auf bemehlter Fläche ausrollen, ausstechen oder schneiden. 15 - 20 Minuten backen.

 

Honigkracher:     ca. 500 Stück      

255 gr Weizenmehl (Type 405), 255 gr Weizenvollkornmehl, 1 TL Meersalz, 250 ml Magermilch oder Wasser, 1 EL Honig, 1 EL Pflanzenöl.

Die trockenen Zutaten mischen. Milch und Honig unter die Mehlmischung rühren und 30 Minuten an einen warmen Platz stellen. Öl hinzufügen, und weitere 30 Minuten ruhen lassen. Den Teig auf bemehlter Fläche ausrollen, ausstechen oder schneiden. 15 - 20 Minuten backen.

 

Fishchips:         ca. 600 Stück        

170 gr Weizenvollkornmehl, 120 gr Sojamehl, 60 gr Weizenkeime, 60 gr Maisgrieß, 60 gr fettfreies Milchpulver, 1.5 EL Bierhefe, 
125 gr Makrelenfleisch aus der Dose, 1  EL Pflanzenöl, 1/2 TL Lebertran, 125 ml (je nach Bedarf) Wasser.

Alle trockenen Zutaten mischen. Makrelenfleisch in Stückchen zerpflücken. Fleisch mit Öl und Wasser mischen, zu den trockenen Zutaten dazugeben und zu einem Teig verarbeiten. Den Teig auf bemehlter Fläche ausrollen, ausstechen oder schneiden. 15 - 20 Minuten backen. 

 

Minztaler:       ca. 300 Stück         

120 gr Weizenvollkornmehl, 120 gr Weizenmehl (Type 405), 60 gr Sojamehl, 1 TL gehackte Katzenminze, 1 Ei, 75 ml Milch, 2 EL Weizenkeime, 75gr Magermilchpulver, 1 EL Melasse, 1 EL Öl.

Die trockenen Zutaten miteinander mischen. Melasse, Ei, Öl und Milch hinzufügen und alles zu einen Teig verarbeiten. Den Teig auf bemehlter Fläche ausrollen, ausstechen oder schneiden. 15 - 20 Minuten backen.

 

Kit - Kat:      ca. 500 Stück          

125 gr gekochte Hühnerleber, 60 ml Wasser, 300 gr Weizenvollkornmehl, 50 gr gekochte und zerkleinerte Möhren, 1 EL weiche Margarine.

Die durchgegarte Leber mit Wasser in einen Mixer geben. Das Mehl auf ein Backblech häufen, die Margarine dazugeben und mit einem Messer gut durchhacken, um Mehl und Fett zu mischen. Die Möhren mit der Lebermischung durchmixen. Anschließend diese Mischung zur Mehl-Fett-Mischung dazugeben und zu einen Teig kneten. Den Teig auf bemehlter Fläche ausrollen, ausstechen oder schneiden. 15 - 20 Minuten backen.

 

Tunfisch - Sack:       ca. 200 Stück            

120 gr Tunfisch in Wasser aus der Dose, 60 ml Abtropfwasser vom Tunfisch, 3 EL gekochtes und gehacktes Eiweiß, 50 gr Maisgrieß, 125gr Weizenvollkornmehl.

Eiweiß, Wasser und Tunfisch miteinander vermischen. Maisgrieß und Mehl hinzufügen, alles zu einem Teig verarbeiten und zu einer Kugel formen. Den Teig auf bemehlter Fläche ausrollen, ausstechen oder schneiden. 15 - 20 Minuten backen.

 

Sailorchips:       ca. 600 Stück     

370 gr Weizenvollkornmehl, 250gr Weizenmehl (Type 405), 
1 Päckchen Gelatinepulver, 1 Päckchen Trockenhefe, 250 gr Magermilchpulver, 60 ml warmes Wasser, 60 ml Pflanzenöl, 1 gut verquirltes Ei, 1 Dose Katzenfutter mit Seefisch und/oder Krabben, 50 ml Wasser.

Die Trockenhefe im warmen Wasser auflösen. Alle trockenen Zutaten mischen. Öl, Ei, Katzenfutter und Wasser zur Hefemischung geben und alles zu einen Teig verarbeiten. Aus den Teig eine Kugel formen. Den Teig auf bemehlter Fläche ausrollen, ausstechen oder schneiden. 15 - 20 Minuten backen.

 

Minkas - Dinner:       ca. 600 Stück        

1 Päckchen Trockenhefe, 60 ml warmes Wasser, 12  ml warme Hühner- oder Fischbrühe, 1 EL Melasse, 250 gr Weizenmehl (Type 405), 175 gr Weizenvollkornmehl, 125 gr Weizenschrot, 60 gr Grieß, 60 gr Magermilchpulver, 2 EL Fischfutter - Flocken, 1/2 TL Salz, 1 TL Knoblauchpulver, 1 Ei, 1 EL Milch.

Hefe auf das warme Wasser streuen und 5 Minuten stehen lassen. Brühe und Melasse unterrühren. 175 ml Weizenmehl sowie alle übrigen Zutaten mit Ausnahme es Eies und der Milch hinzufügen und alles gut durchmischen. In 4 bis 5 Minuten so viel vom übrigen Weizenmehl darunter kneten, dass ein fester Teig entsteht. Den Teig halbieren, abdecken und 15 Minuten ruhen lassen. Den Teig auf bemehlter Fläche ausrollen, ausstechen oder schneiden. 15 - 20 Minuten backen.

 


Die Katze verbringt unendlich viel Zeit am Tag, um sich zu pflegen. Die Aussage von der sogenannten "Katzenwäsche" wird dem sicherlich nicht gerecht.

Jeder Katzenbesitzer wird es genießen, seine Katze bei dieser beruhigenden Tätigkeit zuzusehen. Putzt sich die Katze noch dazu auf dem Schoß des Herrchens oder Frauchens ist dies zugleich ein großer Vertrauensbeweis.

Mit ihrer rauen, feuchten Zunge erreichen sie nahezu alle Körperstellen, um sie täglich mehrere Stunden lang zu reinigen. Und die Katzenzunge - und das spüren sie, wenn ihre Katze an ihrer Haut leckt - ist mit sogenannten Papillen bedacht, kleinen Hornschüppchen, und dadurch sehr rau. Damit kann sie leichter Nahrung vom Boden aufnehmen, und es ermöglicht ihr, das Fell kräftig durchzubürsten. Die von ihrem Speichel angefeuchtete Zunge reinigt zudem die Haare von Flecken und Staub. Dieses tägliche Putzen mit der rauen Zunge führt auch dazu, dass Katzen sehr viele Haare aufnehmen und herunterschlucken, die dann aber nicht von ihr verdaut werden können. 

Daher ist es für die Katze lebensnotwendig, dass sie Gras aufnehmen kann, welches die Katze zum Erbrechen bringt. Bei Freigängern sollte dies kein Thema sein, bei reinen Wohnungskatzen ist es angebracht sogenanntes Katzengras in einem Topf, Schale o.ä. anzusäen und wachsen zu lassen, zu welchem die Katzen jederzeit freien Zugang hat. 

Die Körperstellen - vor allem im Gesicht -, wo die Zunge nicht hinriecht, werden mit den Pfötchen geputzt. Dazu lecken Katzen zuerst an ihrer Pfote, um ein wenig Feuchtigkeit zu übertragen, und reiben anschließend kräftig mit dem Pfötchen über ihre Wangen, Augen und Ohren. Wenn zwei oder mehrere Katzen zusammenleben, ist oft eine so starke Freundschaft entstanden, dass sie sich gegenseitig lecken - ein wunderbares Schauspiel der Liebkosung, das die Herzen der Katzenfreunde höher schlagen lässt. Doch nicht allen Katzenrassen genügt diese Eigen- und gegenseitige Wäsche, lediglich Kurzhaartiere können sich restlos sauber bürsten.

Besonders bei Langhaarkatzen muss der Mensch mit Bürste und Kamm nachhelfen, aber auch bei Kätzchen, die krank, stark von Parasiten befallen oder gar schlicht zu dick sind, um auch noch die hinteren Körperteile zu erreichen. Denn wenn das Katzenfell nicht regelmäßíg ausreichend gepflegt wird, bilden sich schnell Knoten und die Katze verliert nicht nur ihren Glanz und ihre Schönheit, sie fühlt sich außerdem auch recht unwohl mit einem verfilzten Fell. Deshalb sollten sie ihre Langhaarkatze täglich einige Minuten kämmen und bürsten, bei einer Kurzhaarkatze genügt eine regelmäßige Kontrolle des Fells; ist sie Freigang gewöhnt, sollten sie sie vor allem nach Flöhen, Läusen und Zecken untersuchen. 

Sollte ihre Katze von der Pflegeprozedur nicht gerade begeistert sein, versuchen sie, einen Bürstenstrich oder Kammstrich und mit der anderen Hand über die Stelle darüberzustreicheln. Der Kamm oder die Bürste sollte bei den ersten Versuchen gar nicht  oder bloß leicht aufgedrückt werden, ähnlich wie bei einer Massage. Mit der Zeit wird es ihre Katze genießen. Dass man immer mit dem Strich des Fells bürsten soll, kann ich nicht bestätigen. Mit o.g. Methode genießen es sogar unsere Kurzhaarkatzen, auch mal "gegen den Strich" gekämmt zu werden.

Verfilzungen lassen sich leicht lösen, indem man sie sanft auseinanderzieht und entzupft. Verfilzungen, die absolut nicht mehr kämmbar sind, muss man natürlich mit einer Schere entfernen. Das Entfernen der Haarknoten muss aber sehr behutsam gemacht werden, damit sie der Katze nicht wehtun. Ganz besonders sanft muss im Bauchbereich gekämmt werden, um die Zitzen nicht zu verletzten, denn wenn ihre Katze beim Bürsten Schmerzen empfindet, wird sie sich sicher nicht mehr pflegen lassen. Also liebe Dosenöffner, nur Geduld. Sollten sie bei der Fellpflege kahle Stellen bemerken, ist der Weg zum Tierarzt unausweichlich. Ursachen dafür können z.B. Mangelerscheinungen, Hormonstörungen, Pilzerkrankungen u.ä. sein. Auch die Fellbeschaffenheit kann ein weiteres Anzeichen für Krankheit sein. Ich persönlich halten nichts davon, zu Hausmitteln zu greifen, wie z.B. ins Futter Pflanzenöl zu geben, damit das Fell glänzt, denn das Öl, welches mit Sicherheit falsch dosiert wird, führt zu Durchfall. Bei Auffälligkeiten jedenfalls immer den Tierarzt zu Rate ziehen.

Tierärztliche Praxis in Altmannstein:

Dr. Gerhard Bader

- Zahnheilkunde -

Tel. 09446 - 2111

Apianstr. 8

93336 Altmannstein

Sprechzeiten:     Mo - Fr                      9.00 - 10.00 Uhr

                              Mo, Di, Do, Fr        16.00 - 18.30 Uhr

                              Sa                            11.00 - 12.00 Uhr


Unter dem Obergriff " Katzensprache " versteht man ein Zusammenwirken der Körpersprache, also Mimik, Gestik und Ausdruck, mit der Lautsprache, also Knurren, Miauen, Fauchen und die anderen Töne, die eine Katze von sich geben kann. 

Die Körpersprache

Unter diesem Begriff versteht man die unterschiedlichen Verhaltensweisen der Katze, wie Körper-, Kopf-, Ohren- und Schwanzhaltung, aber auch die Mimik und Gestik des Tieres.  Alle Empfindungen, die eine Katze bewegen, spiegeln sich in der Körperhaltung wider. Zorn, Erregung, Freude, Demut oder Gleichgültigkeit drücken sich in unterschiedlichen Stellungen aus.
Der sogenannte "Katzenbuckel" mit angelegtem Haar und einem wohligen Schnurren drückt aber genau das Gegenteil aus. Meist stellt sich der kleine Liebling so in Position, um auf sich aufmerksam zu machen.
Reibt er dann den Körper am Menschen, ist das zumeist ein Startsignal für den Beginn einer intensiven Unterhaltung.
Eine weitere Aufforderung, dass die Katze Beachtung wünscht, ist es, wenn die Katze vor ihnen steht, den Körper völlig entspannt, und sie mit leisem Schnurren ansieht. Reden sie nun mit ruhigen Worten und bemühen sie sich, bei gleichen Worten auch die gleiche Betonung zu treffen.
Wenn ihre Katze seitlich zu ihnen steht und nervös wirkt, fühlt sie sich meist verängstigt. Auch wenn sie den Grund dafür nicht sofort erkennen - es kann ein Geräusch sein, das sie nicht hören können, oder auch eine Vorahnung, wie beispielsweise vor einem Gewitter, reden sie beruhigend zu ihr, sie braucht es in dieser Situation.
Geduckt auf dem Boden liegend, die Ohren angelegt und in eine Ecke des Raumes starrend, will ihre Katze sich nicht unterhalten, sondern hat etwas entdeckt, das sie beschäftigt oder das sie jagen will. In diesem Fall sollten sie ihr kein Gespräch aufdrängen.
Auf dem Rücken liegend und den Bauch zeigend, fühlt sich ihre Katze absolut sicher und zufrieden. Sie will gekrault und ein wenig unterhalten werden: Tun sie ihr den Gefallen und sie werden sie noch glücklicher machen. 

Die Ohren

Die Ohren einer Katze sind wie ein Barometer. Sie zeigen ihre Stimmungen exakt an, und man kann sie gut ablesen.
Hocherhoben deuten sie meist auf Zufriedenheit hin, sind sie dabei leicht nach vorne gestellt, ist der kleine Racker gerade neugierig. Die nahezu waagerecht ausgestreckten Ohren deuten auf Ärger und Abwehr hin. Nach hinten an den Kopf gelegte Ohren sind ein Zeichen für Zorn und Aggressivität.
Wenn die Ohren zwischen hohem Stand und angelegt hin- und herwandern, ist die Katze unsicher und angriffsbereit.

Die Augen

Augen sind der Spiegel der Seele, doch bei der Katze seien sie kalt und gefühllos, wird und wurde immer wieder behauptet. Diese Meinung vertreten nur Menschen, die sich nie näher mit einer Hauskatze beschäftigt haben, denn sonst wüssten  sie, dass die Katzenaugen ein Teilspiegel für Empfindungen sind und zusammen mit der gesamten Gesichtsmimik gesehen werden müssen.
Weit geöffnete Augen zum Beispiel können auf Neugier, aber auch auf Zorn hinweisen. Sind die Augen weit geöffnet und auf einen Punkt oder einen Menschen fixiert, dabei das Gesicht entspannt, ist die Katze ruhig, aber neugierig. Sind die Augen aber weit geöffnet, wobei die Stirn zu Falten zusammengezogen und die Ohren flach nach hinten an den Kopf gelegt sind, dann erwartet die Katze Ärger oder ist zornig.
Geweitete Pupillen deuten auf Abwehr hin; sind dabei auch noch die Augenlider heruntergezogen, kommt Ärger hinzu.
Sind die Augen aber nur schmal geöffnet und blinken dabei, ist dies häufig der Anfang einer Unterhaltung.

Der Schwanz

Der Katzenschwanz ist wie bei vielen anderen Tieren ein guter Signalgeber, um auch aus der Ferne zu erkennen, in welchem Gemütszustand sich das Tier gerade befindet.
Ein buschig nach hinten gewölbter Schwanz zeigt jedem Angreifer, dass die Katze, oder meist der Kater, auf Abwehr eingestellt und bereit zum Kampf ist. Fällt der buschige Schwanz dann nach unten, ist die Lage leicht entspannt, aber das Tier ist immer noch erregt.
Aggressives Schwanzschlagen drückt Ärger aus, während ein seitlich nach vorne angelegter Schwanz auf Verlegenheit oder sexuelle Erregung hinweist.
Ein leicht gebogen, nach oben aufgerichteter Schwanz kündet von Neugier, während ein kerzengerade aufgerichteter Schwanz Zufriedenheit ausdrückt.

Die Pfoten

Auch die Pfoten einer Katze können Auskunft über ihren momentanen Gefühlsstand geben. Denken sie nur daran, wie schnell die Krallen ausgefahren werden können, wenn das Tier einmal abrutscht oder sich verteidigen will
Ausgefahrene Krallen drücken die Bereitschaft aus, diese auch einzusetzen. Sei es gegen einen Gegner oder nur, um sie an einem geeigneten Gegenstand zu wetzen. 
Ganz anders ist es im Spiel, vor allem bei jungen Katzen, da dienen die ausgefahrenen Krallen dazu, den zum Spiel verwendeten Gegenstand erhaschen und festhalten zu könnnen. Danach werden sie rasch wieder eingefahren.
 

Die Lautsprache

Der Oberbegriff für alle Laute, die eine Katze von sich gibt und die wir Menschen mit unserem Gehör wahrnehmen können. Sie vertieft und unterstützt die Körpersprache und bringt wichtige Nuancen in die Katzensprache ein.
Es ist wie bei den unterschiedlichen Sprachmelodien, mit denen wir bestimmte Sätze unterlegen und so Empfindungen ausdrücken, ohne viele Worte dazu zu verwenden.
Denken sie dabei nur an den Ausruf  "ah" , den wir so oft gebrauchen. Hierbei können wir Anerkennung, Bewunderung, Belustigung oder Erstaunen ausdrücken, indem wir ihn jedesmal anders Betonen.
Das gleiche tut die Katze mit den ihr eigenen Lauten. Sie müssen nur lernen, diese feinen Unterschiede zu erkennen und der richtigen Körpersprache zuzuordnen, um so die Vokabeln zu erlernen, aus denen sich letztendlich die gesamte Katzensprache zusammenfügt.
Sobald sie eine Vokabel gelernt haben, sollten sie diese ständig üben, um sie fest in ihrem Gedächtnis zu verankern.
Meist beginnt es damit, das ihre Katze zu ihnen kommt und ihnen sagt: "Hallo, ich möchte mit dir reden. " 
Hierzu richtet sie ihr Gesicht zu ihnen herauf, blickt sie erwartungsvoll mit aufgerichteten Ohren an und stößt meist leise Mauzlaute aus, die weder aufdringlich noch schmerzhaft oder ernst klingen.
Inzwischen hat man belegen können, dass Katzen mit ihrer Stimme weit mehr als hundert verschiedene Töne produzieren können, von denen das menschliche Ohr aber nur rund 20 wahrnehmen kann, denn der Mensch hört töne nur etwa bis 20 kHz, während die Katze Schall bis 60 kHz aufnehmen kann. Das bedeute aber auch, dass Katzen dieselben Töne wie wir in dreifacher Lautstärke hören. Eine aufgedrehte Stereoanlage etwa bereitet ihrer Katze bereits starke Schmerzen.

Das Schnurren

Der bei allen Katzenhaltern beliebteste Klang ist das wohlige Schnurren einer Katze. Bis heute ist es noch nicht gelungen, herauszufinden, womit dieser Schnurrton erzeugt wird. Die Katze hat beim Schnurren den gleichen Rhythmus wie in der Atmung. Schnurren bedeutet für die Katze größtes Wohlbehagen, Zufriedenheit  und Entzücken. Eine Steigerung dieses Glücksgefühls erlebt die Katze, wenn sie dann noch eine weiche flauschige Unterlage "pföteln" kann.
Die Höhe oder Tiefe des Schnurrens ist der Gradmesser des Glücksgefühls der Katze. Je höher der Schnurrton, desto glücklicher ist der kleine Freund oder die Freundin.

Der Beobachtungsruf

Dieser Ruf ist allen Katzen schon von Geburt an in die Wiege gelegt und dient anfänglich dazu, die Aufmerksamkeit der Mutter oder der Geschwister zu erregen. 
Später dann, mit zunehmendem Alter, wird mit diesem leicht fordernden, aber nicht unangenehmen Miauen die Aufmerksamkeit anderer Katzen und des Menschen gefordert. Dieser Ruf geht häufig dem Beginn eines Gespräches voraus.

Der Revierruf

Häufig kann man am Morgen diesen Ruf hören, der die meisten Menschen im Schlaf stört, weil er so durchdringend ist. Zahlreiche Menschen, die sich nicht so gut mit Katzen auskennen, sind bei diesen Lauten schon zur Tür gelaufen und haben nachgesehen, ob jemand in Gefahr ist oder ob sich möglicherweise ein Kind verletzt hat.
Es ist der Ruf, den meist weibliche Katzen ausstoßen wenn sie sich über ein Territorium nicht einig werden können. Zumeist folgt dem langanhaltenden Ruf dann ein Kampf, der von Fauchen und eventuell auch schmerzhaften Tönen untermalt wird.
Der einem weinerlichen Babygeschrei ähnliche, aber viel durchdringende Ruf ist ein Überbleibsel aus der Zeit, als die Katzen noch in wilder Freiheit lebten, und gehört in die Kategorie der Laute, wie sie Wölfe ausstoßen, wenn sie den Mond anheulen.

Der Jagdruf

Stets dann, wenn eine Katze ein mögliches Beutetier erspäht, sei es vom Balkon aus eine Maus im Garten oder durchs Fenster einen Vogel auf dem nächsten Baum stößt sie ein lautes, staccatohaftes Miauen aus, ihren Jagdruf, der unverwechselbar ist und rasch von ihnen als solcher erkannt werden wird.

Der Verteidigungsruf

Manchmal ist er vor dem Revierruf zu hören, aber immer dann, wenn eine Katze sich in Bedrängnis befindet oder in die Enge getrieben wurde. Sieht sie dann für den Moment keinen Fluchtweg und findet sie den Gegner oder das Hindernis vor ihr zu stakt, stößt sie eine Kombination von starken Jaulern aus, um den Feind oder das Hindernis damit zu beeindrucken.
Gleichzeitig nimmt sie die Abwehrstellung ein, wie sie in der später folgenden Tabelle aufgezeigt ist.
Vor allem bei kampfgewohnten, alten Revierkatern kann man diesen Verteidigungsruf immer dann hören, wenn sie sich einem Hund stellen, und schon mancher große Hund, der es daraufhin nicht vorzog, das Weite zu suchen, rannte später jaulend davon.
Wer einmal den Kampf eines echten Revierkaters beobachten kann, wird überrascht sein, mit welcher Intensität diese Kater ihr angestammtes Revier verteidigen.

Der Hilferuf

Ebenso unverwechselbar wie der Revierruf klingt es, wenn eine Katze um Hilfe ruft.
Welcher Katzenliebhaber hat nicht schon einmal das wehleidige Maunzen kleiner Kätzchen gehört, die nach ihrer Mutter riefen, weil sie sich zu weit vom schützenden Katzenkorb entfernt hatten ? Dies ist wohl eine Lautfolge, die auch mit zunehmenden Alter in ihrer Charakteristik bei allen Katzen gleich geblieben ist. Sie werden sofort darauf reagieren und nachsehen, was dem kleinen Racker fehlt und ihre Hilfe anbieten.

 


 


Transport und Eingewöhnung

 

Das gerade erstandene Kätzchen sollten sie ein einem sicheren Transportkorb nach Hause befördert, zwängen sie es aber nie in einen dunklen Karton oder in eine Reisetasche. Denn auch bei einer sehr kurzen Reise muss ihr Kätzchen mit viel frischer Luft versorgt sein; außerdem ist eine dunkle Kiste psychologische Folter für das Tier. Besorgen sie sich also vor dem Abholen der Katze einen geeigneten Transportkorb, der in jeder Preislage, aus einem Korbgeflecht oder aus Kunststoff, im Fachgeschäft oder Kaufhaus angeboten wird.
Diese Transportbehälter garantieren den nötigen Ausblick und sind mit einem sicheren Tor verschließbar, damit ihr Kätzchen unterwegs nicht entweichen kann. Denn so manche Katze gerät durch die vielen Eindrücke im Auto und auf der Straße in Panik und ergreift die Flucht.
Achten sie auch darauf, dass der Korb nicht zu klein ist und dass er sicher auf Rücksitzbank ihres Autos befestigt, wird, denn auch ein solch kleines und so geschicktes Tier wird bei einem Unfall nicht nur selbst verletzt, es kann auch sie stark gefährden. Und fassen sie die Katze nicht im Nacken, um sie zu heben:
Vielfach bei Katzenmüttern und ihren Jungen oder auch dem Transport von Kaninchen beobachtet, scheint der Nackengriff ein bewährtes Mittel, um den Widerstand der Tiere zu brechen, doch Vorsicht:

Es kann bei ihrer Katze zu folgenschweren, dauerhaften inneren Verletzungen führen. Das Tier bitte nur mit beiden Händen unter dem Bauch hochheben: Eine Hand vorn, zwischen den Vorderbeinen, die andere um Hinterbeine und Gesäß. Damit haben sie das Kätzchen sicher im Griff, es kann weder entwischen noch - im Falle ängstlicher Panik - mit den Krallen schlagen.

Bei einigen Katzen muss man sehr viel Geduld aufbringen, bis sie in den Transportkorb gehen, denn es behagt ihnen überhaupt nicht, in eine Kiste gehoben zu werden. Dies kann mit sanfter Überredung gelingen, etwa indem sie einen leckeren Happen in den Behälter legen. Üben sie sich in Geduld: die Neugier und ein kleines "Leckerlie" (siehe Seite Katzenleckerlie) wird jede Katze früher oder später in den Transportkorb locken.

Zu Hause angekommen, sollten sie alle Zimmertüren weit öffnen und den geöffneten Transportkorb einfach auf dem Fußboden abstellen. Die Katze wird ihr neues Heim selbständig erkunden: zunächst sucht sie die Katzentoilette auf, um sich danach dem Futternapf zu nähern. Dann schaut sie sich ihre neue Umgebung Stück für Stück an. Lassen sie ihr vor allem viel Zeit und bedrängen sie sie unter keinen Umständen.

In der ersten Zeit des gegenseitigen Kennenlernes ist vor allem Ruhe und Geduld angezeigt. Sollte ihre Katze ängstliches Verhalten an den Tag legen, lassen sie ihr den nötigen Abstand, den sie braucht, damit sie ein Gefühl der Nähe aufbauen kann. 
Wenn sie dem Kätzchen einen Namen geben und es auch oft mit seinem Namen ansprechen, besteht die Chance, dass es sogar auf seinen Namen reagiert.
Auch wenn Katzen sich nicht  erziehen lassen wie Hunde, einiges ist ihnen jedoch auf jeden Fall beizubringen. So hören sie doch auf bestimmte Signale, besonders dann, wenn ihr Katzenname auch noch ein wohlklingender, angenehmer Laut ist. Vielverwendete Katzennamen wie Muschi, Miezi, oder Mieze sind zwar etwas langweilig und abgegriffen, enthalten aber genau die Laute, die dem Wunsch des Katzenohres entsprechen
Denn zweisilbige Worte, die zudem noch die Vokale  i, o, und a, enthalten, sind ganz oben auf der Liste des Hörgenusses einer Katze. Gut geeignet sind also auch Maggie, Charlie, Moritz, Pussy, Kathi, oder Felix.  Sehen sie sich dazu unsere Tiernamen  - Seite  A - Z an, die viele Vorschläge zur Namensgebung enthält.

Erziehungsgrundlagen

Nachdem die Katze nun ihre Wohnung inspiziert hat und sich ein bisschen an sie gewöhnt hat, beginnt der relativ schwierige Prozess der Erziehung. Wenngleich die Meinung sehr verbreitet ist, eine Katze lasse sich nicht erziehen - andere wiederum behaupten, Katzen sollten gar nicht erzogen werden, weil es ihrem Naturell widerspricht - gibt es doch ein paar Grundregeln, an die sich jeder Katzenfreund halten sollte, wenn ihm die Unversehrtheit seiner Polstergarnitur und seiner kostbaren Holzmöbel und Tapeten wichtig ist.
Wie alle Tiere lernen Katzen nur aus Erfahrungen: Verbinden sie mit einer Handlung etwas Positives, werden sie bemüht sein, diese zu wiederholen.stattgefunden hat. Tut sie etwas sehr Richtiges, geben sie ihr eine Leckerlei oder belohnen sie sie mit sanften Worten und Streicheleinheiten. Macht sie etwas Unerwünschtes, "bestrafen" sie das sofort. Aber bitte nicht mit der Zeitung schlagen, wie es auch in der Hundeerziehung von  sogenannten  " Hundeerzieher " empfohlen wird. !!Absoluter Schwachsinn!! Ihre Katze soll bei der Bestrafung überhaupt nicht bemerken, dass die Strafe von ihnen kommt. Sie muss den Eindruck haben, dass ihr Verhalten   d i r e k t   mit einer Erfährt die Katze aber einen Nachteil aus einem bestimmten Verhalten, versucht sie dieses  in Zukunft zu vermeiden. Ihr Kätzchen kann aber nur dann etwas lernen, wenn sie ihr Verhalten unmittelbar mit dessen Folgen in Verbindung bringen.
Nachträgliches Bestrafen nützt da überhaupt nicht, denn ihre Katze denkt nicht abstrakt - so wie wir Menschen. Sie ist überhaupt nicht in der Lage, das Zerkratzen des Ledersessels mit späteren " Prügeln" in einem Zusammenhang zu sehen. Deshalb dürfen sie ihrer Samtpfote  nur in dem Moment Sanktionen - positive wie negative - zukommen lassen, in dem auch ihr Fehl- bzw. lobenswertes Verhalten  Konsequenz verbunden ist. Nützlich kann sich erweisen, sollte ihre Katze an den Möbel kratzen: Ein plötzliches unangenehmes Geräusch kann zur Abgewöhnung des Fehlverhaltens sinnvoll sein. Man empfiehlt hier das Werfen eines Schlüsselbundes oder das Geräusch einer rasselnden Kette - aber natürlich darf das Tier  unter keinen Umstände getroffen werden !! Weitere Möglichkeiten wären ein lautes in die Händeklatschen, wodurch das Tier erschreckt wird.
Unsere Kätzin Holly sprang in der Küche auf die Arbeitsplatte oder auch auf den Küchentisch. Da dieses Verhalten nicht wünschenswert war, kauften wir uns im Spielzeugladen eine kleine Wasserpistole, die wir bei Anzeichen von einem Sprung auch einsetzten.  Ich muss zugeben, dass ich Holly auch einige Male getroffen habe. Während dieser Aktion darf jedoch mit der Katze nicht gesprochen werden, so dass das Tier verknüpft: springe ich auf Tisch, kommt irgendetwas Unangenehmes auf mich zu ! Bei Holly hat das funktioniert.
Bei solchen Aktionen, wie beschrieben darf das Tier nicht merken, dass sie die Ursache der Strafe sind. Darum erfolgt diese Art der Erziehung immer ohne Kommentar von ihnen. Denn sonst schwenkt es ins genaue Gegenteil um. Ihre Katze wird einen großen Bogen um sie machen, meidet ihr Nähe, und sieht überhaupt keinen Nachteil darin, dass sie z.B. nicht  "auf die Palme klettern"  darf.
Sie können aber auch ein strenges " Nein " einsetzen und die Katze an ihrem tun hindern, indem sie ihr vor dem Sprung  die flache Hand entgegenhalten, so dass der direkte Weg zum jeweiligen Objekt versperrt ist. 

Grundausstattung für das Fernhalten des Kätzchens von den Möbeln ist ein vorhandener Kratzbaum, an dem sich die Katze ihre Krallen wetzen und sich so richtig austoben kann. Haben sie an der Investition eines Kratzobjektes gespart, werden sie bald auf "ihre Kosten" kommen, denn ihr Kätzchen lässt sich weder durch Strafe, noch durch gutes Zureden daran hindern sich an irgendeinem Platz die Krallen zu schärfen. Bringen  sie die Katze beim Versuch an den Möbeln zu kratzen immer wieder zum Kratzbaum, damit sie verstehen lernt. 

Der Namen der Katze

Wenn sie möchten, dass ihre Katze auf ihren Namen nicht nur hört, sondern auch zu ihnen kommt, dann sprechen sie den Namen möglichst oft aus, damit das Tier eine Verbindung zwischen sich und dem Namen erkennen kann, dies kann für Freigänger sehr hilfreich sein. Unsere Katzen hören wie selbstverständlich auf ihre Namen. Etliche Katzenhalter werden mir recht geben, dass sie die Erfahrung auch gemacht haben;  jedoch vermeide ich, dass ich sie beim Namen herrufe falls sie noch nicht in Sicht sind. Ich weiß ja nicht genau, wo sie sich gerade befinden. Wenn unsere Katzen einen Streifzug auf die andere Straßenseite machen, bleiben sie in der Regel  erst sitzen und es scheint, sie " hören " es, ob ein Auto kommt oder nicht.  Rufe ich ihre Namen versuchen sie bestimmt so schnell wie möglich zu uns zu laufen. Meine Befürchtung ist immer, falls sie auf der anderen Straßenseite sind, vergessen sie wahrscheinlich alles und laufen  dann über die Straße.

Der Name muss immer mit freundlichem Ton ausgesprochen werden. Strafen sie ihre Katze, sollte der Name nicht mitgenannt werden. Ein  schärfer ausgesprochenes " Nein " , müsste genügen. Sobald sich das Tier auf Zuruf nähert, sollten sie ihm lobend zureden und streicheln - dann weiß es, dass es etwas richtiges getan hat. Wenn es den Kratzbaum aufsucht, anstatt sich an den Vorhängen zu schaffen zu machen, ist erneut Lob angezeigt - ein warmes Zureden mit häufiger Namensgebung.

 

Spaziergang mit der Katze ? ?

Vereinzelt sieht man Katzenhalter, die ihr Haustier mit einer Leine Gassi führen. Doch wie ist das möglich mit einem Tier, dass doch stets seinen eigenen Kopf durchzusetzen versucht und kaum jemanden konsequent folgt ? Es ist mit mehr oder weiniger großer Anstrengung möglich, denn auch das Gassi-gehen will geübt und gelernt sein und ist bei jeder Katze unterschiedlich verhasst oder geliebt.
Siamesen etwa gehen von sich aus gerne an der Leine, und bei anderen Rassekatzen ist der Gewöhnungsprozess eher einfach, doch Hauskatzen tun sich mit der Gefolgschaft ihres Herrchens oder Frauchens schwer. Die Katze bestimmt das Tempo des Spaziergangs, sie können höchstens die Richtung ein wenig korrigieren. Ihr Haustier zieht es nämlich vor, einige Schritte zu gehen, dann wieder lange zu ruhen: Die Katze genießt es, sich ins Gras zu legen und die noch fremden Eindrücke auf sich wirken zu lassen. Dann macht sie vielleicht einen großen Satz zur Seite, weil ein vorbeifliegendes Insekt ihren Jagdtrieb angeregt hat, oder sie versucht zu fliehen, wenn ein unangenehmer Zeitgenosse, wie z.B. Nachbars Fiffi auftaucht.
Zur Vermeidung weiterer Komplikationen auf ihrem gemeinsamen Spaziergang sollten sie immer nur die Abendstunden oder sehr frühen Morgenstunden wählen. Denn ihr Kätzchen mag die Dunkelheit, und der tagsüber laute Straßenlärm und die vielen verschiedenen Eindrücke werden der Katze schnell zuviel.
Auf den ersten Freigängen ist sie eher ängstlich als neugierig und zuckt bei jedem vorbeifahrenden Auto zusammen, wenn sie sich nicht sowieso schon hinter einem Gebüsch oder Mäuerchen versteckt hat. Um ihr diese Ängstlichkeit ein wenig zu nehmen, sollten sie nur ruhige Zeiten und Plätze auswählen. Bei einem Spaziergang mit der Leine müssen sie allerdings bedenken, dass ihre Katze kein Rudeltier ist und ihnen nicht wie ein gut erzogener Hund folgen wird;  dennoch sucht sie regelmäßig ihre Nähe.
Mit der Leine gestaltet sich ein solcher Spaziergang nicht nur "geradewegs ", sondern sie kommen in Genuss von - verhedderte Schnur im Gebüsch,- Leinenwickeln um  Bäume,- kreuz- und quer entzurren zwischen Ästen-.
Die meisten Menschen sind spätestens dann überfordert, wenn sich ihre Katze die  Umgebung von einem " Hochsitz " aus ansehen möchte, und einen Baum erklettert.
Aber nur Geduld, und Spaziergänge auf einer großen Wiese, ohne sperrige Hindernisse  sind ja auch ganz schön, denn bei allem Respekt, gegen den Willen einer Katze, und ihrem untrüblichen Instinkt hängt die Geduld des Dosenöffners wirklich dann " am seidenen Faden ".

Das Ausgehen mit Leine sollte natürlich nur gemacht werden, wenn es überhaupt keine Möglichkeit gibt, das Tier alleine nach draußen zu lassen. Damit sich das Tier nicht verletzt, darf nur ein spezielles Katzengeschirr angelegt werden. So  wird der Druck auf dem Brustkorb verlegt und es gibt keine Verletzungen oder Stauchungen der Halswirbelsäule.  Unter  Angst oder Unsicherheit versucht die Katze sich aus der Situation regelrecht "rauszuwinden", und wenn das Kätzchen nur am Hals gehalten wird, kann man es sich vorstellen, was für Verletzungen auftreten können.
Das Geschirr besteht aus zwei miteinander verbundenen Bändern, die um den Hals und den Bauch angelegt werden. Die Leine sollte mindestens drei Meter lang sein, am besten geeignet sind sogenannte Automatik-Aufrolleinen, die einen größeren Freiraum gewähren.
Nehmen sie bitte Abstand von einem Glöckchen, die so mancher Vogelfreund am Halsband der Katze anbringt, wenn sie auf Streifzug geht: Es nützt den Vögeln überhaupt nichts, und ihre Katze muss den ganzen Tag über das ständige Gebimmel ertragen, was sie ja auch nicht ohne ernsthafte psychische Störungen davonzutragen, durchhalten würden. Außerdem lassen sich gesunde Vögel von einer Katze eh nicht fangen, sie bemerken das Anpirschen der Katze auch ohne das lästige Glöckchen; ihr kleiner Jäger schnappt sich - wenn überhaupt - nur kranke und schwache Tiere.
Für die Überbrückung kurzer Wege ist es auch wichtig, dass die Katze still auf dem menschlichen Arm sitzen bleibt, ohne von ihren scharfen Waffen Gebrauch zu machen. Zum Stillhalten auf dem Arm kann man die Katze nicht zwingen, sie muss langsam - und wiederum mit viel Geduld, daran gewöhnt werden.
Dies ist natürlich mit einer kleinen Katze viel einfacher als mit einem ausgewachsenen Tier. Heben sie das kleine Kätzchen vorsichtig auf ihren Arm und streicheln sie es sanft, sprechen sie mit ruhigen Ton. Hat die Katze aber genug vom Wiegen und Getragen werden, und will abspringen, lassen sie sie ruhig gehen, denn Zwang schadet nur ihrem Bemühen.
Fühlt sich die Katze erst einmal richtig wohl auf dem Arm, wird sie selber diese Stelle öfter aufsuchen, um sich an sie zu kuscheln.

Autofahren mit der Katze

Katzen sind im Gegensatz zu Menschen und Hunden nicht gerade begeisterte Autofahrer. Im Auto ist darauf zu achten, dass sich die Katze in einem sicheren Transportkorb befindet, der mit dem Gurt fest auf dem Sitz verankert werden kann. In dem geschlossenen Korb ist das Autofahren für die Katze erträglicher. Darin wird sie nicht geschaukelt, sitzt sicher und ruhig und kann auch beim Bremsen nicht aus dem Gleichgewicht geraten und fallen.

 

Die Katze wird plötzlich unrein 

Zu einer ihrer angenehmsten Gewohnheiten gehört die absolute Sauberkeit der Katze. Wenn ihr Kätzchen einmal neben die Toilette oder sogar auf den Teppich macht, hat das immer einen tieferen Grund. Entweder war ihr ganz einfach die Katzentoilette zu schmutzig, um sie nochmals zu benutzen, oder ihr Verhalten ist aufgrund einer Krankheit, oder eines anderen bzw. neuen Lebensumstandes gestört. Es kann aber auch sein, dass sie die falsche Streu gekauft oder ein neues Putzmittel gekauft haben. 
Trifft all das nicht zu, sollten sie den Tierarzt um Rat fragen. Bestätigt er ihnen, dass es sich um keine organische Erkrankung handelt, kann es nur eine seelische Verletzung der Katze sein, die zum bisher unbekannten Verhalten geführt hat, denn die an den Menschen gewöhnte Hauskatze reagiert bisweilen sensibel auf die Veränderungen in ihrem Verhalten wie z.B:  auf den Wegzug eines Familienmitglieds oder die Anwesenheit neuer, ihr unbekannter Menschen in der Wohnung.
Noch problematischer ist es mit dem Zuzug anderer Haustiere, worauf die Katze gestresst regiert. Diese psychisch hervorgerufene Unreinheit ist also als Reaktion auf Veränderungen in der Umgebung der Katze zu verstehen: 

Sie markiert ihren Lebensraum, und "pinkelt" nicht einfach nur daneben 

Das größte Problem mit der Stubenreinheit ihrer Lieblinge haben Katzenhalter, die ihr Tierchen nicht kastrieren ließen: 90 Prozent der nichtkastrierten Kater und Katzen setzen ihren Urin bewusst außerhalb der Katzentoilette ab, denn sie wollen ja Duftmarken versprühen, die auch als solche bemerkt werden sollen. Sollte das Malheur passieren, waschen sie die Stelle gründlich aus, auf keinen Fall aber mit dem Tier schimpfen, denn die Ursache ihres Fehlverhaltens werden sie damit nicht bekämpfen. 
Zum Auswaschen der Flecken eignet sich eine gwöhnliche Seifenlauge, am besten aber Essigwasser. Es neutralisiert den Geruch und - da ihre Katze wieder den gleichen Platz aufsuchen würde - hält ihr Tierchen von dieser Stelle fern, weil Katzen Essig überhaupt nicht mögen.
Ein weiteres probates Mittel gegen Wiederholungstäter ist das Versperren der markierten Stelle:
Plazieren sie das Katzenklo auf die Teppichstelle die markiert  wurde, oder decken sie sie mit einer Zeitung oder Folie ab. Das geht leider nicht mit jedem Möbelstück oder dem Bett. Doch gewöhnliche Wäschestücke oder Bezüge können sie wie gewohnt in die Waschmaschine geben. Das gewaschene Stück ist dann auch nicht mehr so interessant für die markierende Katze, da sie es - zumindest mit der Nase - nicht mehr als Reviermarkierung wiedererkennt.

 

Der aggressive Haustiger

Immer wieder hört man von aggressiven Katzen, die sich auch bei vorsichtigem Nähern gleich mit ihren Waffen, den Krallen und Zähnen, zur Wehr setzten.
Der Angriff einer Katze beginnt immer erst mit dem Anlegen der Ohren und Barthaare, dem markanten geduckten Gang und setzt sich mit Fauchen fort. Dies sind aber bereits deutliche Anzeichen für ein Fluchtverhalten, - Angst und Stress spricht aus dieser Situation  -. Und erst wenn die Katze keinerlei Ausweg sieht, schlägt die Angst in eine Verteidigungshaltung und Angriffslust um, wie bei allen Raubtieren.
Auch krasses Missverständnis im Umgang mit dem Tier z.B. in Bedrängnis bringen, führt zu einer Abwehrreaktion der Katze, welches dann häufig als aggressiv fehlinterpretiert wird.
Da jede Katze ihren eigenen Willen hat, kommt es immer dann zu einem Abwehrverhalten, wenn ihr mit Zwang begegnet wird. Sieht das  Kätzchen keinen offenen Fluchtweg, wehrt und befreit es sich mit Krallen und Zähnen.

 

 




 


Die artgerechte Haltung der Katze

Jede Katze besitzt ihr eigenes Revier, ob sie in der Wohnung, im Haus mit Garten oder auf dem Bauernhof gehalten wird. Verbringt die Katze viel Zeit im Freien, können diese Reviere bei kastrierten Katern und Katzen zwei bis drei Hektar umfassen, die regelmäßig inspiziert werden. Ist eine Katze ständig und ausschließlich in der Wohnung, reduziert sich ihr Revier auf dieses bescheidene Heim: Es ist ihr Reich und wird von der Katze auch als solches voll beansprucht.
Auch wenn Katzen ihre Mitbewohner generell unterscheiden in Feinde, Beutetiere und andere Katzen, lassen sich Jungtiere problemlos an bereits vorhandene Haustiere gewöhnen. Sogar Hamster, Kanarienvogel und Maus werden von der Katze als Wohngefährte akzeptiert, sofern die Gewöhnungsphase langsam und geduldig verläuft und die Kleintiere in einer eigenen Umgebung leben, einem geschlossenen Käfig. Keine Schwierigkeiten ergeben sich auch beim Zusammenleben mit Hunden, denn die Katze benötigt zwar ihr Revier, gesteht den anderen im haus lebenden Tieren aber auch eigene Gebiete zu. Aus anfänglicher Feindschaft wird dann sehr schnell Gleichgültigkeit; Katzen beginnen rasch, die Wohnungsgenossen zu ignorieren. Mit Hunden kann sich besonders bei Jungtieren sogar eine echte Freundschaft ergeben. Kleine Katzen spielen ausgesprochen gern mit dem zum Haus gehörenden Hund. Ältere Katzen betrachten den Hund grundsätzlich erst einmal als Feind, eine räumliche Trennung der beiden Tiere ist daher in den ersten Stunden angeraten. Mit der Zeit siegt die Neugier der Katze und der bereis vorhandene Hund nicht gleich "dicke Freunde" werden, werden sie sich doch gegenseitig respektieren  - mal ein wenig necken, aber in der Regel aus dem Wege gehen.

Als wir unsere Mischlingshündinn Donna ins Haus brachten, sie war gerade mal 13 Wochen alt, zeigte sich unser Kater Tysson recht unbeeindruckt von ihr. Donna jedoch zog das volle Programm zur Spielaufforderung ab, welchem Tysson kynologisch gesehen nur "sprachlos" gegenüberstand. Da er mit "Vorderkörpertiefstellung" und anderen Verrenkungen nichts an den Schnurrhaaren hatte, beendete er die Unterhaltung mit einem Fauchen und nach ihr "tatzeln".


Mit anderen Katzen ergeben sich da schon größere Probleme, denn sie machen sich gegenseitig das Revier streitig. Das neue Tier fühlt sich gleich relativ unwohl, da es mit seinem Geruchssinn sofort erfasst, dass die Wohnung oder der Hof bereits von einer anderen Katze als deren Revier absteckt wurde. Ebenso ablehnend empfindet die alte Katze: Sie betrachtet die Hinzugezogene als Eindringling und reagiert ablehnend, streit- und eifersüchtig oder beleidigt. In dieser Situation sind eigentlich keinerlei Voraussetzungen für ein harmonisches Zusammenleben gegeben; da muss der Mensch also etwas nachhelfen. Die neue Katze muss ganz allmählich in das Revier der alten eingeführt werden, es darf in der ersten zeit keine Möglichkeit für eine direkte Konfrontation geben, was am besten durch eine kurzzeitige Konfrontation geben, was am besten durch eine kurzzeitige Isolierung der neuen Katze erfolgt. Auch hier überwiegt mit der Zeit die Neugier der beiden Tiere, die in den ersten Bewegungen zwar noch in Kämpfe ausarten kann - die aber keine gravierenden Folgen für die Gesundheit der Tiere haben, auch wenn sie oft so aussehen, als würden sie sehr heftig ausgetragen. Mehr und mehr werden sich die Tiere beschnuppern, sich beruhigen und an die Anwesenheit der anderen Katze gewöhnen. Dann auch sind sie bereit, ihr Revier zu teilen.

Als uns die zweite Kätzin zulief, hatte unsere Holly richtige Auseinandersetzungen mit ihr. Es ist verblüffend beobachten zu können, dass sie beide aus einem Futternapf fressen konnten, aber sobald Susa sich im Garten bewegte, jagte ihr Holly nach. Unser Nachbar hat einen angrenzenden Zaun der ca. 1,80 m hoch ist. Im freien Lauf und zielsicher setzten beide Katzen über diese Hürde.

Eine Katze hat zwar ihr eigenes Revier, das sie, wenn nötig, auch zu verteidigen sucht, aber sie teilt es auch gern mit einem liebgewonnenen Freund.

Katzen haben ihren eigenen Kopf und Kinder den ihren; dennoch können sie schnell miteinander Freundschaft schließen.

Katzen und Kinder

Junge Katzen sind begeisterte Spielgefährten von kleinen Kindern - wenn die Kinder wissen, dass mit einer Katze nicht wie mit einem Spielzeug umgegangen werden darf. Doch auch etwas ruppiges Zerren und Umarmen des Kätzchens macht den Jungtieren nichts aus, solange sie nicht geschlagen werden oder ihnen auf anderer Art Schmerz zugefügt wird. Die Wehklagen und Interessen des Tieres sollten auf jeden Fall stets respektiert werden: Zieht sie sich zurück, lässt man der Katze ihre Ruhe. Auch beim Fauchen, Krallen zeigen oder nach Hilferuf klingendem Miauen sollte das Tier sofort losgelassen werden, um negative Folgen für beide, das Kind und das Tier, zu vermeiden. Denn das Kind könnte bei allzu starker Spiel- und Zerrpenetranz von der kleinen Katze gekratzt oder gebissen werden, und das Kätzchen wird sich bei zu heftiger Zuneigung auch für längere Zeit verschreckt zurückziehen, denn die Tierchen merken sich schlechte Erfahrungen dauerhaft.
Ein wenig Vorsicht ist geboten bei Kleinstkindern und Katzen: Die Tiere suchen immer die Wärme und Nähe ihrer Lebensgefährten, und das kann bei entsprechendem Gewicht der Katze fatale Folgen für das Baby haben, wenn sich die Katze auf den Körper oder Kopf des Kindes legt, das sich durch eigene Kraft noch nicht von einer Katze befreien kann. Babys unk Katzen dürfen deshalb nie völlig unbeaufsichtigt allein gelassen werden.

Vor allem die süßen Jungkätzchen faszinieren Kinder, doch auch sie sind keine Kuscheltierchen!

Die Entscheidung für die Katze

Bevor Sie sich für die Anschaffung einer Haus- oder Rassekatze entscheiden, sollten Sie sich und ihre Familie vorher auf mögliche Allergien gegen Tierhaare testen lassen. Diese Allergietestes können von jedem Hausarzte vorgenommen werden; die Kosten übernehmen die Krankenkassen.
Erst wenn keine Allergien zu befürchten sind, kann damit begonnen werden, sich die Verantwortung vor Augen zu führen, die man gegenüber einem Haustier auf sich nimmt. Denn eine allergische Reaktion auf Katzenhaare ist nicht zu unterschätzen und kann auf keinen Fall überspielt werden nach dem Prinzip "das bisschen Augenjucken oder Hautreizung macht mir doch nichts aus". Sobald Sie negative körperliche Reaktionen verspüren, kommen Sie nämlich in die Bedrängnis, das gerade angeschaffte und wahrscheinlich liebgewonnene Tier wieder loswerden zu müssen. Das Abgeben einer Katze in gute Hände gestaltet sich aber wesentlich schwieriger als deren Anschaffung - insbesondere wenn es sich um etwas größere, ausgewachsene Tiere handelt. Frauen sollten während der Schwangerschaft nicht direkt mit den Ausscheidungen der Katze in Berührung kommen, denn es besteht vor allem in den ersten Schwangerschafsmonaten die Gefahr einer Infektion mit der gefährlichen Krankheit Toxoplasmose. Der Katze sieh man die Symptome der Toxoplasmose nicht an, und der Mensch reagiert mit leichter Übelkeit oder einer kleinen Erkältung. Doch die im Mutterleib heranwachsenden Babys können ernsthafte Schäden davontragen: Schädigungen der Netzhaut und des Gehirns sind die späteren Folgen einer Toxoplasmoseinfektion der schwangeren Mutter. Es ist nicht nötig, vorhandene Katzen wegen einer Schwangerschaft abzugeben, doch sollten schwangere Frauen das Säubern des Katzenklos anderen überlassen, denn nur durch den kot der infizierten Katzen wird die Krankheit übertragen. Sie können aber auch ihre Katze untersuchen lassen, ob sie von dem Erreger bereits befallen ist, oder auch selbst einen Bluttest vornehmen lassen: Sind Sie in ihrem Leben schon einmal mit dem Erreger der Toxoplasmose in Berührung gekommen, besteht überhaupt keine Gefahr für das werdende Leben. Zwar ist die Katze nicht sehr anspruchsvoll - weder in der Haltung noch in der Pflege, doch muss unbedingt berücksichtigt werden, ob die vorhandene Wohnung und ihr Mobiliar den Ansprüchen und Bedürfnissen eines Katzenlebens zumindest annähernd gerecht werden: Wenngleich das neue Haustier mit ein wenig Geduld recht schnell dahin erzogen werden kann, dass es die Möbel und Tapeten nicht vollständig zerkratzt, ist in den ersten Wochen mit Kratzspuren an den teuren Stücken immer zu rechnen.
Auch darf nicht vergessen werden, bereits im Vorfeld daran zu denke, wer das Tier bei mehrtägiger Abwesenheit der Familie pflegen kann. Katzenbesitzer sehen sich nämlich regelmäßig Gewissenskonflikten ausgesetzt, wenn sie eine Urlaubsreise planen bzw. antreten. Einerseits ist die Unterbringung des geliebten Haustieres in einer Tierpension zwar nicht immer unpersönlich und einer Abschiebung gleichzusetzen, denn einige Pensionsbetreiber kümmern sich sehr liebevoll um die behüteten Haustiere. Doch sind mit einer professionellen Unterkunft für das Kätzchen natürlich auch Kosten verbunden. Andererseits möchten Sie ihrem Tigerchen die Umstellung - neue, fremde Menschen und Dutzenden von Tieren - nicht ohne weiteres zumuten. Besondere Sorgen machen sich Katzenhalter auch bei dem Gedanken an mögliche Infektionen durch die anderen Tiere in der Pension.
haben Sie keinerlei Einwendungen gegen eine vorübergehende Abgabe Ihres Kätzchen in die Tierpension oder haben Sie im Bekannten- oder Verwandtenkreis Katzenliebhaber, die sich während ihrer Abwesenheit täglich einige Minuten Zeit für Ihr Tier nehmen wollen, und zudem noch zu Ihnen ins Haus kommen können, um die Katze zu füttern und zu pflegen - oder sie bieten dem Kätzchen ein nettes Ambiente für die Dauer Ihrer Reise - steht der Anschaffung nichts mehr im Wege.
Wenn Sie ganz verrückt sind nach einer Katze, aber Ihre Wohnung keine Möglichkeit bietet, das Tier regelmäßig ins Freie zu lassen, damit es seiner Freiheitsliebe freien Lauf lassen kann, müssen Sie vor einer Anschaffung nicht zurückschrecken: Millionen von Haus- und Rassekatzen verbringen ihr ganzes Leben innerhalb geschlossener Wohnungen und fühlen sich auch bei dieser Lebensweise nicht unwohl, wenn Sie von klein auf daran gewöhnt sind.
Ob Sie nun eher zu einer liebenswerten, robusten, kinderfreundlichen und verschmusten Hauskatze neigen oder vielmehr ein gezüchtetes Rassetier bevorzugen hängt ganz von ihren Wünschen ab, und der Katalog der Katzenrassen in diesem Buch gibt Ihnen umfassende Informationen über das Temperament und das Pflegebedürfnis von Rassekatzen. Der Unterschied im Temperament von Hauskatzen und -katern soll hier nicht weiter vertieft werden, denn deutliche Verhaltensunterschiede zwischen weiblichen und männlichen Tieren lassen sich lediglich bei nichtkastrierten Katern ausmachen: Und ob  Hauskatze oder Kater, sterilisiert bzw. kastriert sollten die wolligen Tiere auf jeden Fall werden; zu viele Katzen finden bereits jetzt kein entsprechendes Zuhause und vegetieren in Tierheimen oder auf dem freien Feld - aufgrund der Massenweisen Aussetzung von Haustieren, wenn Sie den Gewohnheiten der Herrchen und Frauchen im Wege stehen.

Die Entscheidung für oder gegen ein Haustier sollte reiflich überlegt sein, auch wenn dieses kleine Kätzchen noch so ansprechend niedlich wirkt und die langhaarigen Rassekatzen als ausgesprochen anschmiegsam und schön gelten!

Auf der Suche nach einem Kätzchen

Wenn Sie nicht gerade ein verlassenes Kätzchen am Straßenrand auflesen, das Ihr Herz erobert hat und dem Sie ein neues Heim anbieten wollen, verbleiben weitere vier Möglichkeiten, ein Kätzchen zu erwerben:
Aus privater Hand können Katzen aller Rassen, Fellfärbungen und Größe bezogen werden. Insbesondere ausgewachsene Tiere, von denen sich die bisherigen Besitzer verabschieden müssen oder wollen - wegen Umzug, Allergie oder nachlassender Zuneigung - werden in privaten Kleinanzeigen und Aushängen, etwa am schwarzen Brett des Supermarktes, oft angeboten. Und gerade diese ausgewachsenen Tiere finden nur schwer ein neues Heim, da sich die meisten Menschen auf ein ganz kleines, noch viel süßeres und "unverdorbenes" Kätzchen freuen, nachdem sie sich für ein Haustier entschieden haben. Aber auch kleine Jungtiere lassen sich aus privaten Angeboten finden, denn nicht alle Katzen sind kastriert, und vor allem auf ländlichen Höfen funktioniert die Fortpflanzung der Katzen noch auf natürlichem Wege; die Jungen werden dort gern an liebevolle Hände abgegeben.
Selbstverständlich werden Katzen auch kommerziell gehandelt: Zoofachgeschäfte bieten sowohl Rasse- als auch Hauskatzen zum Kauf an, und spezialisierte Züchter kümmern sich aufwendig um ihre Tiere, halten sie gesund und versorgen die Katzen unter Berücksichtigung ihrer Bedürfnisse. Sollten Ihnen die Haltungsbedingungen bei einem Züchter unangenehm auffallen, sei es, weil er zuviel Tiere beherbergt - womöglich noch auf zu engem Raum -, nehmen Sie lieber Abstand und suchen sich einen anderen Züchter, dessen zuwendungs- und Pflegebemühungen Ihren Vorstellungen - und vor allem den Ansprüchen eines Katzenlebens - entspricht. Die Adressen von Züchtern in Ihrer Nähe erfahren Sie über die Züchtervereinigungen.
Katzen in kleinen unhygienisch erscheinenden Käfigen aus dem Zoofachgeschäft sollte man besser nicht mitnehmen, da ihre durch die mangelnde Pflege und Zuwendung erlittene Schädigung meist erst später auffällt. Möglicherweise ist das Tier bereis krank, oder es wird nicht stubenrein, bleibt scheu und ängstlich oder aggressiv und unnahbar. Legen Sie deshalb auch im Fachgeschäft Wert auf eine ordentliche Haltung in hygienischer Umgebung. Durch den begrenzten Raum und die Masse an Tieren in einem Zoogeschäft kann dort zwar grundsätzlich nicht für genügend Auslauf und Hinwendung gesorgt werden, aber meist bleiben die Tiere ja auch nicht allzu lange im Schaufensterkäfig. Vergewissern Sie sich also, wie lange das Tier bereits im Laden gehalten wurde - mehr als eine Woche in dieser Umgebung kann der Katze gar nicht gut tun. Bitte bedenken Sie aber auch hier, ebenso wie bei der Möglichkeit, eine Katze im Tierheim zu suchen, dass besonders die älteren, vielleicht etwas schwachen, nicht ganz so süß ausschauenden und vernachlässigten Tiere kaum noch ein Heim finden können. Und ein Haustier ist nicht bloß ein hübscher Gegenstand, ein neues Möbel oder gar ein Spielzeug auf Zeit - gerade diese älteren oder vernachlässigten Katzen brauchen ganz dringen Zuwendung und eine liebevolle Umgebung!
Immer mehr Katzen werden in Tierheime abgeschoben, vor allem zur Urlaubszeit. Vor allem als Babys erworbene kleine Kätzchen sind dann bei ihren Herrchen und Frauchen nicht mehr erwünscht, wenn sie ihren Spieltrieb mit zunehmendem Alter und ihr putziges Aussehen mit anwachsender Größe verloren haben: Sie werden ausgesetzt oder zum Tierheim gebracht. Auch für das Auswählen des für Sie richtigen Tieres im Tierheim gilt, dass sich junge Katzen viel eher an die neuen Bezugspersonen gewöhnen und zutraulicher werden als ausgewachsene Tiere.
Aber auch große Katzen bleiben nicht grundsätzlich scheu und haben nicht immer Probleme, sich in der neuen Wohnung zurecht zu finden. Daher sollte man ein wenig Zeit mitbringen bei dem Besuch im Tierheim: Probieren Sie, ob das auserwählte Tier aggressiv ist, ob es sich ohne weiteres streicheln lässt oder jede Annäherung eher zurückweist. Prüfen Sie auch, ob es an einem sauberen, aber dennoch nicht zu sterilen Platz gehalten wird und sein Fell einen gepflegten und gesunden Eindruck macht. Erst wenn alle Bedingungen entsprechend erfüllt sind, sollten Sie eine Entscheidung treffen.

Jede Tierheimkatze freut sich über ein neues, liebevolles Zuhause!

Gerade junge Katzen sind sehr gefragt und finden deshalb meist schneller ein neues Heim als ältere Tiere!

Merkmale einer gesunden Jungkatze

  • ein glänzend weiches Fell
  • kräftiger Wuchs
  • gut sichtbare Zähne
  • rosarote Mundschleimhaut
  • schleimfreie Nase
  • geöffnete Augen, die glänzen sollen
  • keine sichtbaren Entzündungen
  • kein Parasitenbefall
  • kein Husten
  • kein aufgequollener Bauch
  • nicht zu dünn, sondern gut genährt
  • guter Appetit
  • kein Durchfall
  • aufgeweckt und munter
  • stets neugierig
  • gegenseitiges Gefallen

Tierschutzvereine suchen stets nach Frauchen und Herrchen, die verlassene Haustiere aufnehmen und pflegen können!

 

Das "Katzenreich"

Im Idealfall leben Katzen in einer gemütlichen, warmen Wohnung, eng verbunden mit dem Menschen, die gleichsam die Möglichkeit bietet, unabhängig vom Herrchen oder Frauchen ins Freie zu gehen. Um die Risiken, die sich beim herumstreunen im Freien stellen, möglichst gering zu halten, ist eine Umgebung mit geringem Autoverkehr und ausreichend Gärten, Wiesen und Feldern optimal.
Leider verfügt aber nicht jeder Katzenliebhaber über eine freistehendes Haus im Grünen, und auch Stadtbewohner halten sich gerne eine atze. Daher ist es inzwischen sehr verbreitet, die Kätzchen nur in der Wohnung zu halten, ohne dass sie jemals die "freie Wildnis" erkunden können. Wer den Realitäten unserer Lebensräume ins Auge sieht, neigt sogar dazu, den Katzen ihren Auslauf gänzlich zu verwehren, selbst wenn die Lage des Hauses oder der Wohnung einige Ausflüge des kleinen, neugierigen Jägers erlauben würde. Denn da draußen lauern unzählige Gefahren für das geliebte Tier: Nicht nur der Straßenverkehr ist eine oft tödliche Barriere auf den Streifzügen der Katzen, auch Stacheldrähte, an denen sich das Tier verletzen kann, ausgestreute Rattengifte in Nachbars Keller, der wilde Hund von gegenüber, die Jäger im angrenzenden Wald- und Flurgebiet, der tierfeindliche Vermieter und sogar professionelle Tierfänger bedrohen die Freiheit und das Leben der Haustiere. Und wer seinen Stubentiger so sehr liebt, dass er jede Gefahr von ihm abwenden will, sollte ihn besser nicht draußen herumspazieren lassen, denn der Schmerz und die Trauer nach dem Verschwinden oder dem Tod des tierischen Mitbewohners sind nach allen Erfahrungen von Tierliebhabern groß. zwischen der Meinung, eine Katze sollte immer auch ins Freie gehen können, um ihrem natürlichen Erkundungs- und Jagdtrieb nachzukommen, und der weit verbreiteten Ansicht, das geliebte Haustier sollte besser niemals ras gehen, um sine Gesundheit und Unversehrtheit garantieren zu können, sollte man ganz individuell seinen eigenen Weg suchen.
Denn Katzen, die von Geburt an daran gewöhnt sind, ausschließlich innerhalb der beheizten vier Wände zu leben, verbringen - unter den hausinternen richtigen Bedingung - ein ebenso glückliches Leben wie ihre auf dem Bauernhof frei lebenden Artgenossen. Sollten Sie also eine Wohnung haben, die dem Tier keinerlei Möglichkeit bietet, die Türschwelle zu überschreiten, müssen Sie sich nicht gleich als Tierquäler fühlen; wohnen Sie jedoch in einer günstigen Umgebung, lohnt sich zumindest ein Abwägen zwischen den Bedürfnissen der Katze - auch mal draußen umherzustreifen - und Ihre Vorsicht.

Die Katzenwohnung

Koch Altmannstein Stahllhaltung Geflügel

Bevor eine Katze ins Haus geholt wird, muss zunächst überdacht werden, ob Ihre Wohnung genügend Platz für einen weiteren Bewohner bietet, denn die Katze benötigt wenigstens ein bisschen Auslauffläche. Bitte lassen Sie sofort von dem Gedanken, sich eine Katze in die Wohnung zu holen, wenn sich diese lediglich in einem einzigen Raum aufhalten kann (oder soll) oder wenn Sie selbst über nur einen Raum verfügen. Dies sollte zwar selbstverständlich sein, doch gibt es immer wieder angeblich tierliebe Menschen, Tapete und den Möbeln zu vermeiden, sind möglich und unbedingt vorzunehmen, weil es weit besser ist vorzubeugen, als anschließen Reparaturen durchzuführen, wenn Sie das gerade erworbene Tier nicht bald wieder loswerden wollen, nachdem es Ihnen so mancherlei Einrichtungsgegenstand verkratzt hat. Besorgen Sie sich mit dem Einzug der Katze eine Katzentoilette, einen Kratzbau, einen Kratzmatt und einen Katzenkorb - auch wenn die meisten Katzen Ihr Sofa, Ihr Bett oder einen gepolsterten Stuhl als Ruheplatz vorziehen. Außerdem benötigen Sie, oder vielmehr das Kätzchen, einen Futternapf, eine Wasserschale und eine freigeräumte Ecke in der Küche, wo das Tier in Ruhe fressen kann. Eine Unterlage ist sehr hilfreich, da Katzen ihr Futter mit Vorliebe vor den Napf zerren, um es außerhalb zu verzehren. Die Unterlage vermeidet so ständig neu entstehende Flecken auf dem Fußboden und das tägliche Wischen der Katzenessecke. Bevor Sie die Katzentoilette einrichten, sollten Sie dafür sorgfältig einen geeigneten Ort suchen, denn auch die Katze möchte ihren Toilettengang in Ruhe erledigen, und die oft strengen Gerüchen beißen in Ihrer Nase. Die meisten Katzenhalter stellen die Toilette der Katze deshalb in ihr eigens Bad, denn hier ist die Katze meist ungestört, wenn Sie mal muss. Katzentoiletten findet man in jedem Zoofachgeschäft und in Kaufhäusern. Sie bestehen aus rechteckigen Plastikwannen, die auch mit eigener Überdachung erhältlich sind. In die Wanne wird die Streu mehrere Zentimeter hoch eingefüllt, in das die Katze ihre Exkremente vergräbt: das entspricht ihrem Naturell, alles zu vergraben, und bindet den Geruch. Verschiedenste Produkte von Katzenstreu finden Sie in jedem Supermarkt; Unterschiede gibt es in der Saugfähigkeit, der Geruchsbindung und der Klümpchenbildung. Am besten sind stark klumpende Streu, bei denen sich einzelne Brocken mit einer kleinen Streuschaufel herausnehmen lassen und jeweils etwas Streu nachgefüllt wird. Die Katzentoilette ist so leichter sauber zu halten, und der Inhalt muss nicht täglich komplett ausgetauscht werden wie bei nichtklumpenden Streusorten. Und geben Sie die verbrauchte Streu nicht in die Toilette, sie verstopft den Abfluss! Wegen ihrer unhygienischen Eigenschaften sind Sand, Papierschnipsel und Sägemehl, wie sie für Kleintiere benutzt werden, für Katzentoiletten ungeeignet: Sie binden weder den strengen Geruch noch sind sie hinreichend saugfähig, außerdem kleben feuchtes Papier und Sägemehl an den Pfoten des Tieres und werden so in der Wohnung verteilt. Wie oft die Streu gewechselt und die Katzentoilette ausgewaschen werden muss, ist von den Gewohnheiten jeder einzelnen Katze abhängig: Tiere, die sich viel im Freien bewegen, frequentieren ihre Toilette nicht so häufig wie Stubenhocker. Sorgen Sie einfach dafür, dass die Katze jederzeit in ihre Toilette klettern kann, ohne sich die Pfoten zu beschmutzen, und dass die Toilette geruchsfrei bleibt. 
Anstelle von Rundhölzern lassen sich auch die sehr stabilen Teppichrollen aus Presspappe zu einem  "Baumstamm" verarbeiten: Sie werden in Teppichhäusern meist kostenlos abgegeben, sind ohne Mühe zu zersägen und bis zu fünf Meter lang. An dem Kletterbaum will sich die Katze voll ausstrecken, um ihre Vorderkrallen zu wetzen, und sicher bewegen können: Sorgen Sie für den richtigen halt des Katzenmöbels, denn wackelige Gebilde verschmäht die Katze nach den ersten schlechten Erfahrungen.
An dem Kratzbaum lassen sich auch die von der Katze bevorzugten Spielzeuge gut befestigen: An einer Schnur aufgehängte Korken und Papierknäuel werden von ihr gern hin- und hergezerrt - das liebste Spiel einer vitalen Katze.
Nicht fehlen sollte auch ein bisschen Gras in der Wohnung, denn der Magen der Katze benötigt es, um heruntergeschluckte Haare vorzuwürgen. Weil sich die nicht verdaulichen Haare im Magen zu Knäueln zusammenkleben, sucht die Katze regelmäßig nach essbarem Gras. Dadurch ruft sie den Brechreiz hervor. Falls Ihre Katze nicht auf die grüne Wiese gehen kann, lässt sich auch in der Wohnung eine kleine Wiese simulieren. Dafür genügt ein Blumentopf oder ein kleines Schälchen, in dem etwas Gras wächst, oder die im Tierhandel erhältlichen fertigen Katzengrassamen (Haferkeime), die nur gewässert werden wollen. Eine weitere Alternative ist die Anschaffung eines Topfes Zyperngras - eine hübsche Zimmerpflanze übrigens - das dem Kätzchen schmeckt, gut bekommt und kräftig wuchert. Dies schont auch Ihre anderen Zimmerpflanzen, an denen sie sonst knabbert, enthalten giftige Stoffe, die zu Gesundheits- und Verdauungsstörungen führen oder ernsthafte Vergiftungen verursachen.
Für die Katze schädliche und giftige Zimmerpflanzen sind Philodendron, Primeln, Azaleen, Narzissen, Weihnachtsstern, Christusdorn, Kroton, Efeu und Oleander. Die Pflanzen müssen Sie nicht aus der Wohnung entfernen, doch achten Sie darauf, dass Ihre Katze nicht an Ihnen knabbert. Das wird sie auch von sich aus nicht tun, wenn genügend gesundes Katzengras vorhanden ist!Um Ihre Möbel zu schonen, sind Kratzbäume ein unbedingt notwendiges Assesoire. Es gibt sie in vielerlei Varianten: Preiswert und klein sind Kratzbäume, die lediglich zum Wetzen der Krallen und für kleine Sprünge genutzt werden können. Da diese nicht sehr hoch sind, sind sie zum Klettern nicht sehr gut geeignet. Wenn Ihre Wohnung ausreichend Platz bietet, lohnt sich aber auch die Anschaffung eines großen Kletterbaums, denn nichts bereitet der Katze soviel Freude wie das Klettern und Springen an Bäumen und Mauern, und - manchmal zum Leidwesen des Katzenhalters - sie liebt zum Beobachten ihrer Umwelt auch höher gelegene Ablageflächen in der Wohnung wie Regale und Schränke. Mit ein bisschen handwerklichem Geschick und wenigen Materialien lassen sich Kletterbäume auch leicht selber basteln. Dazu benötigt man etwas Sisal zum Bespannen des Rundholzes und ein Teppichbodenreste zum Bekleben der Sitzflächen.
Werden dennoch Möbel und Türen zum "Krallenschärfen" zweckentfremdet, können Sie Ihrerseits die ersten Vokabeln der Katzensprache festlegen. Es sollte ein energischen "Nein!" sein, das sie bei der gleichen Situation mit stets gleichem Tonfall wiederholen sollten.
Auch wenn der schöne Wohnzimmervorhang oder der gedeckte Tisch bevorzugtes Ziel des kleinen Rackers sein sollte, ein "Nein!" wird ihm bald sagen, dass das keine Plätze für ihn sind.
Vermeiden Sie es aber, nun jede Kleinigkeit, die Ihnen in irgendeinem Moment nicht gefällt, mit diesem "Nein!" zu kommentieren, denn dann kann die Vokabel falsch ausgelegt werden.
Wichtig ist, die Reaktionen zu beobachten, denn nun werden Ihnen die ersten Vokabeln beigebracht. Sieht der Kleine Sie wachsam aufgerichtet an, sind seine Augen dabei schmal und blinzelnd, steht der Schwanz dabei aufrecht und hören Sie schnurrende Töne, so ist er zufrieden und meint: 
"Ich habe verstanden, kein Platz für mich, ich akzeptiere!"
Sind aber die Ohren leicht nacht unten geneigt, die Pupillen geweitet und die Augenlider nach unten gezogen, schlägt dabei noch der Schwanz aggressiv und ist hierbei ein durchdringendes Grollen zu hören, so ist man katzenseitig mit dieser Entscheidung nicht ganz einverstanden und darüber verärgert. Es empfiehlt sich eine Wiederholung des "Nein!" in einem etwas energischeren Tonfall, wenn Sie wirklich nicht zulassen wollen, dass beispielsweise das neue Sofa zerkrallt wird. Wenig Erfolg werden Sie allerdings mit den Möbelstücken haben, auf die Ihre Katze sich zur Ruhe zurück ziehen will.
Will der kleine Liebling ein Nickerchen machen und hat sich dazu bereits einen Lieblingsplatz ausgesucht, so wird dieser zum Heim erster Ordnung und geht quasi in den Besitz der Katze über.

Katzen-Grundausstattung

1    Katzenklo
1    Reserveklo
2    Fressnäpfe
2    Trinknäpfe
1    möglichst weiches Halsband
1    Laufleine
1    weiches Handtuch
2    weiche Wolldecken
1    Kratzbaum
1    Haarbürste
1    Kamm
1    Staubkamm
1    abwaschbare Matte
1    Transportkorb

Unfallverhütung

Wenn Ihre Katze nacht für Nacht in den Gärten der Nachbarschaft auf Wanderschaft geht, müssen Sie jederzeit damit rechnen, dass ihr etwas zustoßen kann: Von kleineren Verletzungen der haut über tiefe Wunden und Knochenbrüche bis hin zum Verschwinden der Katze oder tödlichen Verletzungen durch den Straßenverkehr reichen die Risiken in freier Wildbahn. Doch auch im Haus kommen viele Katzen durch Unfälle, ausgelöst von ihrer Neugier und Unachtsamkeit, ums Leben oder werden verletzt. Ein Sprichwort besagt: "Neugier ist der Katzen Tod" und meint nichts anderes als den unbändigen Drang der Katze, alle Orte und Gegenstände in ihrer Umgebung zu erforschen. Innerhalb der Wohnung kann Ihrem Kätzchen sogar ein gekipptes Fenster zum Verhängnis werden, denn viele Katzen wollen sich unbedingt ins Freie zwängen und klemmen sich dabei im gekippten Fensterrahmen ein - gravierende Gesundheitsschäden sind die Folge dieses Fehltritts. Erfahrene Katzen wissen bereits, das eine Herdplatte heiß sein kann und dass eine brennende Kerze schnell die Barthärchen versenkt. Doch kleine Kätzchen müssen diese schmerzlichen Erfahrungen erst machen. Dem beugt man am besten durch Beobachtung und Präventivmaßnahmen vor. Beseitigen Sie einfach die häufigsten Unfallursachen, die im Folgenden aufgezählt werden: Räumen Sie stets nadeln, Reißnägel, Schnüre und giftige Substanzen wie Medikamente und Reinigungsmittel ordentlich weg. Sie sollten nicht in Reichweite der Katze herumliegen, damit Ihr Tigerchen nicht versehentlich hineintritt oder daran leckt.
Sichern Sie Topfpflanzen, Amphoren und Blumenvasen, damit sie nicht auf Ihr Kätzchen fallen können und bei Bruch Splitter freisetzen, an denen sich das Tigerchen schneiden könnte. Lassen Sie Ihre Katze nicht unbeaufsichtigt, wenn Sie kochen oder die Herdplatten noch heiß sind - mit der Zeit fruchtet die Erziehung, und die Katze weiß, dass ein Sprung auf den Herd sehr schmerzhaft ist. Machen Sie Ihrer Katze deutlich, dass Herd und Gasofen tabu sind. Hat sich Ihr Kätzchen einmal vorsichtig dem Hitzespender genähert, ist es gewarnt; nur unerfahrene Katzen hüpfen mit einem Satz auf die Herdplatte, weil sie noch nicht aus sicherem Abstand die abstrahlende Hitze erkannt haben. Achten Sie beim Einschalten der Waschmaschine und Schließen des Kühlschranks darauf, dass sich der kleine Tiger nicht aus lauter Neugier darin verkrochen hat - dieses Malheur endet mit Sicherheit tödlich!
Schließen oder sichern Sie Fenster und Balkone, etwa mit einem Gitter, denn selbst erfahrende Katzen lassen sich von einem vorbeifliegenden Vögelchen zu gewagten Kletterpartien verleiten, verlieren das Gleichgewicht und stürzen hinunter.
Und Mäuse- und Rattenfallen sollten niemals dort aufgestellt werden, wo Katzen Zugang haben; und auch Rattengift darf hier nicht verstreut werden.

Damit der Katzenfreund seine Fenster katzensicher öffnen kann, empfiehlt es sich, die Fenster mit einem Gitter zu versehen. Denn nicht selten lassen sich die kleinen Jäger von einem interessanten Ereignis zu einem gefährlichen Sprung verleiten!

Das Spielzeug

Katzen spielen am liebsten mit beweglichen Gegenständen. Soweit keine lebende Maus vorhanden ist, genügt dem Tigerchen auch ein Tischtennisball - er ist nicht zu groß und zu schwer und springt unk fliegt gut durch die Luft, wenn Ihre Katze ihn mit der Pfote "anschubst". Weitere geeignete Spielzeuge sind Korken und Papierknäuel, aber auch viele der unzähligen Produkte, die Sie im Handel finden. Dort gibt es kleine Mäuse aus Stoff, die sich zum Teil, angetrieben durch einen kleinen Motor oder eine Feder, sogar selbständig bewegen, oder etwa die klassische Quietschente aus Gummi für die Badewanne, die der Katze auch viel Freudebereitet. Ihrer Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt, achten Sie lediglich darauf, dass die gefundenen oder gebastelten Spielzeuge keine spitzen oder scharfen Kanten haben oder von Ihrem Haustier versehentlich verschluckt werden können. Richtig begeistern können Sie Ihre Katze mit einem kleinen Wollknäuel, das sie durch die ganze Wohnung jagen wird - nur das anschließende Aufwickeln der Wolle überlässt die Katze Ihnen.


Impfung und Kastration der Katze

Die regelmäßige Impfung

Katzen sollten gegen alle lebensbedrohenden und ansteckenden Katzenkrankheiten geimpft werden. Einen wirksamen Schutz gibt es gegen die Katzenseuche, eine meist tödlich verlaufende Infektionskrankheit, wenn nicht mit medizinischen und pharmazeutischen Mitteln (Antibiotika) rasch behandelt wird. Zudem sollte das Tier gegen Katzenschnupfen geimpft werden, eine Viruserkrankung, die zwar einen harmlosen Namen hat, aber sehr gefährlich und lebensbedrohend ist. Wenn sich die Katze auch im Freien bewegt, darf auch die Tollwutimpfung nicht vergessen werden, einen Impfschutz über die Tollwutimunisierung benötigt man auch für alle Auslandsreisen. Dieser dreifache Schutz gegen die schlimmsten Krankheiten muss jährlich und regelmäßig zur Auffrischung wiederholt werden. Ebenfalls in der 12. Lebenswoche sollte mit der Entwurmung der Verdauungsorgane bei der Katze begonnen werden: Meist in Form von Paste, manchmal auch in Tablettenform werden dem Futter einmal jährlich kuren beigemischt, die den Befall mit Band- und Spulwürmern eindämmen. Die Paste kann dem Tier auch ohne Mühe direkt verabreicht werden: Dazu wird das Mäulchen vorsichtig ein bisschen geöffnet und die klebrige Paste, die in Kunststoffkanülen gehandelt wird, in das Schnäuzchen gedrückt. Die Katze wird sich zwar, angeekelt wohl durch den Geschmack, etwas dagegen sträuben, schluckt aber dennoch die Paste runter und leckt die am Bart haftenden Reste der Paste auf.

Im zarten Alter von 12 Wochen müssen die Kätzchen gegen die schlimmsten Krankheiten geimpft werden: Katzenseuche, Tollwut und Katzenschnupfen.

Die Kastration von Katze und Kater

So niedlich die Katzenbabys auch sind und so natürlich das Austragen von Jungen auch sein mag - Hunderttausende von Katzen finden bereits jetzt schon kein Zuhause mehr, und die Zahl der Katzen nimmt in Deutschland stetig zu. Viele Katzenhalter und Katzenliebhaber wissen nicht mehr, wohin sie den Nachwuchs ihres Tieres geben sollen, und das Schicksal für die Kätzchen, die "zuviel" sind, sieht dann meist sehr dunkel aus.
Deshalb ist dringend angeraten, nicht nur die weiblichen Tiere, sondern auch seinen Kater kastrieren zu lassen, damit er nicht in der Nachbarschaft für Nachkommen sorgen kann. Außerdem werden Kater durch die Kastration wesentlich anhänglicher und verschmuster, sie verlieren auch ihren unangenehmen Geruch, der beim Markieren des Katerreviers und durch die Ausscheidung von Geschlechtsdüften deutlich zu vernehmen ist. Katzen verlieren mit der Kastration ihre Rolligkeit und - vor allem Tiere, die sich ausschließlich im Haus aufhalten - werden damit wesentlich ruhiger als ihre geschlechtsfähigen Artgenossen. Die Rolligkeit der Katze, die im ersten Frühjahr nach Erreichen der Geschlechtsreife beginnt und etwa vier bis zehn Tage anhält, ist auch für den Katzenhalter ein anstrengendes Ereignis: Die Katze wird sehr nervös, will ständig ins Freie, um sich einen Kater zu suchen, und reibt sich an allen erreichbaren Gegenständen in der Wohnung. Nach einigen Tagen signalisiert sie ihre Paarungswilligkeit durch lautstarkes Rufen und Jammern, was dem Menschen schon mal den letzten Nerv rauben kann. Zudem wälzt sie sich ohne Unterlass auf dem Boden, und nur gewissenlose Menschen empfinden hier keinerlei Mitgefühl für das mit sich selbst raufende Tier. Ausgenommen natürlich bei Katzen, deren Umgebung die Möglichkeit bietet, regelmäßig ins Frei zu gehen. Diese Katzen streunen während der Rolligkeit fast nur noch draußen herum und lassen sich selten in der Wohnung blicken. 

Um Ihnen und ihrer Katze - sofern sie ausschließlich im Haus lebt - diese anstrengenden Wochen der Rolligkeit zu ersparen, bietet sich nur die Kastration an, bei der den weiblichen Tieren neben der Zeugungsfähigkeit auch die Rolligkeit genommen wird.
Bei der Kastration werden dem Kater unter Vollnarkose die Hoden, bei der Katze die Eierstöcke entfernt. Dieser Eingriff ist nicht mehr rückgängig zu machen; die Tiere bleiben ihr Leben lang zeugungsunfähig. Durch die dadurch verursachte starke Änderung im Hormonhaushalt der Tier ändern sich ihre Verhaltensweisen, besonders wicht für Halter von Katern, denn sie verteilen dann keinen übelriechenden Spritzharn mehr in der Wohnung. Wer nicht zum Katzenzüchter werden will, sollte mit seiner ausgewachsenen Katze oder seinem Kater bei Erreichen der Geschlechtsreife im Alter von sechs bis zwölf Monaten den Tierarzt konsultieren. Dem Katzenhalter bleibt viel nervenraubendes Gejammer der rolligen Katze und zeitraubendes Entfernen der Geruchsmarken des Katers erspart; und zudem trägt er zum Tierschutz bei.
Eine Alternative zur Kastration bietet die Sterilisation. Dieser Eingriff in die Geschlechtsfähigkeit der Katze kann später rückgängig gemacht werden, ist aber auch nicht so sicher wie die Kastration. Hierbei werden lediglich die Eileiter abgeklemmt oder durchtrennt - eine Katzenschwangerschaft ist zwar unwahrscheinlich, aber noch möglich. Die Durchtrennung der Eileiter oder die Entfernung der Gebärmutter sind eine sichere Methode der Empfängnisverhütung, ändern aber nicht das Triebleben, also das katzentypische Rolligkeitsverhalten der Tiere. Die Sterilisation ist aus diesen Gründen eine unüblich inzwischen sehr selten gewordenen Methode der Geburtenkontrolle.
Da sowohl Kastration wie auch Sterilisation unter Vollnarkose durchgeführt werden, empfiehlt es sich, das Tier darauf ein wenig vorzubereiten. Um die Risiken des chirurgischen Eingriffs möglichst gering zu halten, sollte man ab dem Vorabend der Operation nicht mehr füttern. Nach dem kurzen Eingriff, der in jeder Tierarztpraxis durchgeführt werden kann, lassen Sie die Katze zunächst in aller Ruhe aufwachen. Am besten in einem ruhigen Raum, in dem sich das erwachende, aber noch benommene und taumelnde Tier nicht verletzen kann. Dazu genügt ein ruhiger, ebenerdiger Schlafplatz, etwa der Katzenkorb. Nach dem vollständigen Erwachen des Kätzchens sollten Sie darauf achten, dass es sich nicht den Verband aufkratzt oder an der juckenden Wunde leckt. Auch wenn die Katze schon wenige Stunden nach der Kastration, spätestens am nächsten Tag, die Strapazen des Eingriffs überwunden hat, sollten Sie das Tier auch in den nächsten Tagen auch der Operation nicht zu große Sprünge und gewagte Streifzüge machen lassen. Die Wunde und die Narbe könnten überdehnt werden und aufreißen. Nach etwa einer Woche werden vom Tierarzt die Fäden gezogen, und  der Eingriff gehört der Vergangenheit an.
Wenn Sie aber in Erwägung ziehen, in Zukunft ihrer Katze die natürliche Fortpflanzung ermögliche zu wollen, momentan aber keinen Katzennachwuchs möchten, können Sie auch eine medikamentöse Geburtenkontrolle anwenden. Beim Tierarzt sind verschiedene Pharmazeutika erhältlich, Hormone werden in Form von Tabletten und Spritzen verabreicht. Dadurch wird die Rolligkeit und Empfängnisbereitschaft des Tieres vorübergehend ausgesetzt. Wer sich für diese Methode entscheidet, muss allerdings beachten, dass die Beschaffung und Verabreichung der Medikamente regelmäßig und pünktlich erfolgen muss und zudem auf Dauer ein relativ kostspieliges Verfahren ist. 

In südlichen Ländern leben unsere Hauskatzen meist im Freien und sammeln sich in der Nähe menschlicher Behausungen.

Wesentlich anschmiegsamer und ruhiger werden die Katzen nach einer Kastration, ihr Rolligkeitsverhalten nimmt ab, und bei Katern verschwindet das Markieren des Reviers.

Nach einem chirurgischen Eingriff ist das Kätzchen noch ein bisschen müde, erholt sich aber sehr schnell und zeigt seine gewohnte Lebendigkeit.

 

 


Die Geschichte der Katze

Neben der uns bekannten Hauskatze gibt es weltweit zwischen 40 und 50 Arten von Katzen; lediglich in Australien und Madagaskar sind keinerlei Katzenarten verbreitet. Einige Großkatzen und mittelgroße Arten wurden aufgrund ihres wunderschönen Fells fasst ausgerottet, wie der Leopard der Jaguar und der Ozelot. Die meisten Katzen sind Einzelgänger, einige von ihnen, wie der Löwe oder auch verwilderte Hauskatzen, schlossen sich zu Rudeln oder Gruppen zusammen. die Familie der Katzen umfasst insgesamt sieben Gruppen. Die Gruppe der Großkatzen mit Löwe, Tiger, Leopard und Jaguar, die mittelgroßen, auch Mittelkatzen genannten Tiere wie Puma, Schneeleopard, Nebelmarder und Goldkatzen. Daneben die Kleinkatzen mit Ozelot, Zwergtiger Katze, Manul, Kleinfleckkatze, Pampakatze, Rostkatze und Wildkatze. Drei weitere Gruppen sind Luchse, Serval und Gepard. 

Eine dieser kleineren Wildkatzenarten entwickelte sich in den vergangenen 8000 Jahren zu unserer Hauskatze. 

Die Stammesgeschichte der Hauskatze und die Ähnlichkeiten in den antiken Abbildungen zeigen neben der deutlichen Verwandtschaft unserer heutigen Hauskatze - Felis catus oder Felis domestica - mit der nubischen Falbkatze - Felis silvestris lybica - dass die uns bekannte Hauskatze nicht von der europäischen Hauskatze - Felis silvestris silvestris - abstammt, sondern von der nordafrikanischen Wildkatze: Kopf, Körper und Schwanz der in unseren Wäldern heimischen Wildkatze sind stärker ausgeprägt als bei der Falb- und der Hauskatze; sie haben eine höhere Stirn und einen sehr buschigen Schwanz.

Die europäische Wildkatze lässt sich auch nicht gut zähmen und domestizieren, aus ihr kann man keine Hauskatze züchten, auch wenn sie sich mit unseren Hauskatzen paaren lässt. Dagegen gelang es im nördlichen Afrika und im Vorderen Orient bereits vor Jahrtausenden, die Falbkatze dem Menschen zugänglich zu machen - oder umgekehrt: nämlich den Menschen der Falbkatze Näherzubringen.

Erste Funde von Katzenbildern stammen aus dem Raum Irak, und die ersten Belege für den häuslichen Umgang mit Katzen fanden sich in Ägypten. 

Die Wissenschaftler sind sich nicht genau sicher, wann und wo genau der Mensch begann, Katzen in seiner Nähe zu halten und damit den Prozess der Zähmung und somit die Entwicklung von der Wild- zur Hauskatze voranzutreiben.

Viel später als mit der zweckmäßigen Nutzung von Hunden, Rindern und Schafen begannen die Menschen vor etwa 8000 Jahren, Katzen als Haustiere zu halten. Felszeichnungen, die Mensch und Tier gemeinsam zeigen, sind Zeugnisse früheren Zusammenlebens. Doch ob es sich nur um zufällige Begegnungen zwischen Mensch und Katze, um eingefangene wilde Katzen oder bereits um eine Form der häuslichen Haltung und Züchtung von Katzen handelte, blieb bis heute unklar und umstritten.

In Jericho gefundenen Felsbilder aus dem 6. und 5. Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung zeigen mit Katzen spielende Frauen. Ein anderer Ort ähnlicher Funde war Ur, eine sumerische Stadt in Süd-Mesopotamien, die etwas 150 Kilometer westlich der heutigen Stadt Basra in Irak lag. Dort wurden etwa 4500 Jahre alte Zeichnungen entdeckt. Die Rückschlüsse auf die Haltung von Katzen als Haustiere im sumerischen Reich und Vorderen Orient ließen sich aber nie gänzlich beweisen.

Sichere Beweise für die gezielte Züchtung von Katzen stammen aus der 12. und 13. Dynastie der altägyptischen Hochkultur:

Vor etwa 1800 Jahren begannen die Ägypter damit, die nubische Falbkatze zu domestizieren, sie in menschlichen Behausungen - oder in deren Umgebung - zu halten und ihre verschiedenen Fähigkeiten und Vorzüge zu nutzen. Darauf lässt sich aufgrund von Ausgrabungen schließen, bei denen nicht nur Katzenbilder gefunden wurden, in den Mumiengräbern entdeckte man auch Jungtiere, die allein oder mit den Pharaonen zusammen begraben wurden.

Im alten Ägypten der 12. Dynastie erreichte der Katzenkult seinen Höhepunkt: Im 15. Jahrhundert v. Chr. waren Katzen nicht nur vollständig domestiziert, sie wurden auch als heilige Tiere verehrt. Besonderen Ausdruck fand die gottesähnliche Verehrung der Hauskatze in der Mondgöttin Bastet. Sie galt den Ägyptern als Beschützerin des Heims, der Mütter und der Kinder. Die Göttin wurde ab ca. 1580 v. Chr. mit einem Katzenkopf dargestellt, ihr zu Ehren fertigte man Katzenstatuen aus Bronze oder Keramik an. Katzen wurden wie königliche Mumien zu Tausenden sorgfältig einbalsamiert und auf geweihten Katzenfriedhöfen wir dem von Bubastis in Nordägypten feierlich begraben.

1100 Jahre später, als um 400 v.Chr., verbreiteten sich die reinlichen Mäuse- und Rattenjäger auf den griechischen Kolonien rund um das Mittelmeer und gelangten später auch zu den Römern, die sie in ihre Häuser aufnahmen und ihnen Schutz gewährten. Sie übernahmen den Platz und die Funktion der unsauberen und übelriechenden Frettchen. Die Römer waren es auch, die den Katzen ihren heutigen Namen gaben. zunächst -gatta- genannt, erhielten sie später die Bezeichnung -cattus-. Daraus wurde das französische -chat-, das englische -cat- und schließlich das deutsche -Katze-.

Im Laufe des folgenden Jahrtausends setzten sich die Katzen als Haustiere in ganz Europa und Asien durch; sie wurden jetzt nicht mehr verfolgt und unter den Menschen verbreitete sich die Anerkennung und Nutzung ihrer Fähigkeiten. Gleichzeitig wurden sie auch vergöttert, geliebt, und bewundert, aber auch gehasst, verfolgt und getötet.

Auch in Ostasien verbreiteten sich die Katzen schon frühzeitig. 800 v.Chr. wurde die Hauskatze in China schriftlich erwähnt, von dort gelangte sie in den folgenden Jahrhunderten nach Japan, wo am kaiserlichen Hof ab dem 10. Jahrhundert Katzen verehrt und sorgfältig gehegt wurden. Waren die Katzen im England des 10. Jahrhunderts und bei den Germanen noch anerkannte und zum Teil verehrte Tiere, verkehrte sich das hohe Ansehen der Katzen bald darauf in sein Gegenteil: Mit dem Aufkommen der christlichen Religion verbreitete sich auch das Misstrauen gegenüber den geheimnisvollen Tieren. Im Mittelalter wurden die Legenden und die negative, magische Ausstrahlung der Katze und ihren teuflischen Geist geboren. Alles irdische Unglück, Krankheit, Naturkatastrophen oder Dürrejahre wurde den Katzen, besonders den schwarzen Exemplaren angelastet. 

Die Verteufelung der Katzen hatte im Mittelalter aber auch eine sehr negative Konsequenz für den Menschen - die Verbreitung der Pestkrankheit. Als die Katzen in den Städten kaum noch geduldet wurden, zogen sie sich in die Wälder zurück und verwilderten. Das städtische Terrain überließen sie den Ratten, die sich an den damaligen katastrophal unhygienischen Begebenheiten ungehindert nähren und vermehren konnten. Die Pestepidemie in Europa kostete Millionen von Menschen das Leben.

1344 soll der Teufel in Gestalt einer Katze für den Ausbruch des Veitstanz verantwortlich sein. Dies und viele weitere Beispiele sollten noch Jahrhunderte andauern. Der letzte bekannte Hexenprozess fand 1872 in der Schweiz statt.

Erst in den Herrenhäusern und Palästen der Neuzeit kehrte die Katze wieder in die Nähe des Menschen zurück. Dort diente sie zunächst als Schmusetier für den Adel, und langsam erinnerte man sich an den praktischen Nutzen, den das Tier für Haus und Hof bringt. Die Anwesenheit der Katzen schützte die Ernte und den Hof vor unliebsamen Räubern; Ratten und Mäuse wurde dezimiert, wo Katzen ihr Jagdrevier hatten. 

So auch auf den Schiffen, die in die neue Welt aufbrachen und das Tier samt Auswanderer nach Amerika brachten. Denn nur die mitgeführten Katzen waren eine Garantie dafür, dass der Proviant auf den Schiffen nicht von Ratten verzehrt würde, bevor die Überfahrt vollendet war.

 

Den positiven Nutzen von Katzen beschreibt auch die Variante der Sintflut:

Noah bittet eine Löwin um Rat und Hilfe, als sich auf der Arche eine Mäuse- und Rattenplage ausbreitet. Daraufhin schenkte ihm die Löwin das wirksamste Mittel gegen die Ratten, indem sie nieste und aus ihren Nüstern ein Katzenpärchen  " gebar " . 

 

Im Volksmund gibt es viele Sprichwörter und Redensarten:

 

Ist die Katz` aus dem Haus, rührt sich die Maus.

Bei Nacht sind alle Katzen grau.

Mit jemanden Katz` und Maus spielen.

Der Katzen Spiel ist der Mäuse Tod.

Wäscht sichs Kätzchen, triffst du`s Schätzchen.

Erst schmeicheln, dann kratzen schickt sich für Katzen.

Falsch wie eine Katze.

Das ist für die Katz`.

Neun Leben haben wie eine Katze.

Eine Katze, die einen Kanarienvogel gefressen hat, kann drum doch nicht singen.

Die Katze lässt das Mausen nicht.

Die Katze aus dem Sack lassen.

Die Katze im Sack kaufen.

Wie die Katze um den heißen Brei schleichen.

Pferdehufen, Spielerhänden und Katzenklaun`, ist nicht zu traun`.

   

 

Der arme Müllerbursche und das Kätzchen

    In einer Mühle lebte ein alter Müller, der hatte weder Frau noch Kinder, und drei Müllerburschen dienten bei ihm. Wie sie nun etliche Jahre bei ihm gewesen waren, sagte er eines Tags zu ihnen "ich bin alt und will mich hinter den  Ofen setzen: zieht aus, und wer mir das beste Pferd nach Haus bringt, dem will ich die Mühle geben, und der soll  mich dafür bis an meinen Tod verpflegen". Der dritte von den Burschen war aber der Kleinknecht, der ward von den andern für albern gehalten, dem gönnten sie die Mühle nicht; und er wollte sie hernach nicht einmal. Da zogen sie alle drei miteinander aus, und wie sie vor das Dorf kamen, sagten die zwei zu dem albernen Hans "du kannst nur hier bleiben, du kriegst dein Lebtag keinen Gaul". Hans aber ging doch mit, und als es Nacht war, kamen sie an einer Höhle, dahinein legten sie sich schlafen.
     Die zwei Klugen warteten, bis Hans eingeschlafen war, dann steigen sie auf, machten sich fort und ließen Hänschen liegen, und meinten es recht fein gemacht zu haben; ja, es wird euch doch nicht gut gehen! Wie nun die Sonne kam, und Hans aufwachte, lag er in einer tiefen Höhle: er guckte sich überall um und rief "ach Gott, wo bin ich!" Da erhob er sich und krabbelte die Höhle hinauf, ging in den Wald und dachte "ich bin hier ganz allein und verlassen, wie soll ich nun zu einem Pferd kommen!" Indem er so in Gedanken dahinging, begegnete ihm ein kleines buntes Kätzchen, das sprach ganz freundlich "Hans, wo willst du hin?" "Ach, du kannst mir doch nicht helfen." "Was dein Begehren ist, weiß ich wohl", sprach das Kätzchen, "du willst einen hübschen Gaul haben. Komm mit mir und sei sieben Jahre lang mein treuer Knecht, so will ich dir einen geben, schöner, als du dein Lebtag einen gesehen hast." 
    "Nun, das ist eine wunderliche Katze", dachte Hans, "aber sehen will ich doch, ob das wahr ist, was sie sagt." Da nahm sie in mit in ihr verwünschtes Schlösschen und hatte da lauter Kätzchen, die ihr dienten: die sprangen flink die Treppe auf, so sehr es nur konnte. Als sie gegessen hatten, wurde der Tisch weggetragen, und die Katze sagte "nun komm, Hans, und tanze mit mir." "Nein", antwortete er, "mit einer Miezekatze tanze ich nicht, das habe ich noch niemals getan". "So bringt ihn ins Bett", sagte sie zu den Kätzchen. Da leuchtete ihm eins in seine Schlafkammer, eins zog ihm die Schuhe aus, eins die Strümpfe, und zuletzt blies eins das Licht aus. Am anderen Morgen kamen sie wieder und halfen ihm aus dem Bett: eins zog ihm die Strümpfe an, eins band ihm die Strumpfbänder, eins holte die Schuhe, eins wusch ihn, und eins trocknete ihm mit dem Schwanz das Gesicht ab. "Das tut recht sanft", sagte Hans. 
    Er musste aber auch der Katze dienen und  alle Tage Holz klein machen; dazu kriegte er eine Axt von Silber, und die Keile und Säge von Silber, und der Schläger war von Kupfer. Nun, da machte er´s klein, blieb da im Haus, hatte sein gutes Essen und Trinken, sah aber niemand als die bunte Katze und ihr Gesinde. Einmal sagte sie zu ihm "geh hin und mähe meine Wiese, und mache das Gras trocken", und gab ihm von Silber eine Sense und von Gold einen Wetzstein, hieß ihn aber auch alles wieder richtig abliefern. Da ging Hans hin und tat, was ihm geheißen war; nach vollbrachter Arbeit trug er Sense, Wetzstein und Heu nach Haus und fragte, ob sie ihm noch nicht seinen Lohn geben wollte. "Nein", sagte die Katze, "du sollst mir erst noch einerlei tun, da ist Bauholz von Silber, Zimmeraxt, Winkeleisen, und was nötig ist, alles von Silber, daraus baue mir erst in ein kleines Häuschen". Da baute Hans das Häuschen fertig und sagte, er hätte nun alles getan, und hätte noch kein Pferd. Doch waren ihm die sieben Jahre herumgegangen wie ein halbes. Fragt die Katze, ob er ihre Pferde sehen wollt? "Ja", sagte Hans. 
    Da machte sie ihm das Häuschen auf, und weil sie die Türe so aufmacht, da stehen zwölf Pferde, ach, die waren gewesen ganz stolz, die hatten geblänkt und gespiegelt, dass sich sein Herz im Leibe darüber freute. Nun gab sie ihm zu essen und zu trinken und sprach "geh heim, dein Pferd geb ich dir nicht mit: in drei Tagen aber komm ich und bringe dir´s nach". Also machte Hans sich auf, und sie zeigte ihm den Weg zur Mühle. Sie hatte ihm aber nicht einmal ein neues Kleidchen gegeben, sondern er musste sein altes lumpiges Kittelchen behalten, das er mitgebracht hatte, und das ihm in den sieben Jahren überall zu kurz geworden war. 
    Wie er nun heim kam, so waren die beiden anderen Müllerburschen auch wieder da: jeder hatte zwar sein Pferd mitgebracht, aber des einen seins war blind, des anderen seins lahm. Sie fragten "Hans, wo hast du dein Pferd?" "In drei Tagen wird nachkommen." Da lachten sie und sagten "ja du Hans, wo willst du ein Pferd herkriegen, das wird was Rechtes sein!" Hans ging in die Stube, der Müller sagte aber, er sollte nicht an den Tisch kommen, er wäre so zerrissen und zerlumpt, man müsste sich schämen, wenn jemand hereinkäme. Da gaben sie ihm ein bisschen Essen hinaus, und wie sie abends schlafen gingen, wollten ihm die zwei andern kein Bett geben, und er musste endlich ins Gänseställchen kriechen und sich auf ein wenig hartes Stroh legen.Koch Altmannstein Stahllhaltung Geflügel     Am Morgen, wie er aufwacht, sind schon die drei Tage herum, und es kommt eine Kutsche mit sechs Pferden, ei, die glänzten, dass es schön war, und ein Bedienter, der brachte noch ein siebentes, das war für den armen Müllerbursch. Aus der Kutsche aber stieg eine prächtige Königstochter und ging in die Mühle hinein, und die Königstochter war das kleine bunte Kätzchen, dem der arme Hans sieben Jahr gedient hatte. Sie fragte den Müller, wo der Mahlbursch, der Kleinknecht wäre. Da sagte der Müller "den können wir nicht in die Mühle nehmen, der ist so verrissen und liegt im Gänsestall." Da sagte die Königstochter, sie sollten ihn gleich holen. Also holten sie ihn heraus, und er musste sein Kittelchen zusammenpacken, um sich zu bedecken. Da schnallte der Bediente prächtige Kleider aus, und musste ihn waschen und anziehen, und wie er fertig war, konnte kein König schöner aussehen. Danach verlangte die Jungfrau, die Pferde zu sehen, welche die anderen Mahlburschen mitgebracht hatten, eins war blind, das andere lahm. Da ließ sie den Bedienten das siebente Pferd bringen: wie der Müller das sah, sprach er, so eins wär ihm noch nicht auf den Hof gekommen; "und das ist für den dritten Mahlburschen", sagte sie, "Da muss er die Mühle haben", sagte der Müller, die Königstochter aber sprach, da wäre das Pferd, er sollte seine Mühle auch behalten: und nimmt ihren treuen Hans und setzt ihn in die Kutsche und fährt mit ihm fort. Sie fahren zuerst nach dem kleinen Häuschen, das er mit dem silbernen Werkzeug gebaut hat, da ist es ein großes Schloss, und ist alles darin von Silber und Gold; und da hat sie ihn geheiratet, und war er reich, so reich, dass er für sein Lebtag genug hatte.
     Darum soll keiner sagen, dass, wer albern ist, deshalb nichts Rechtes werden könne. 


 

KatKoch Altmannstein Stahllhaltung Geflügel

 

    Eine Katze hatte Bekanntschaft mit einer Maus gemacht und ihr so viel von der großen Liebe und Freundschaft vorgesagt, die sie zu ihr trüge, dass die Maus endlich einwilligte, mit ihr zusammen in einem Hause zu wohnen und gemeinschaftliche Wirtschaft zu führen.
    " Aber für den Winter müssen wir Vorsorge tragen, sonst leiden wir Hunger," sagte die Katze, "du Mäuschen, kannst dich nicht überall hinwagen und gerätst mir am Ende in eine Falle." Der gute Rat ward also befolgt und ein Töpfchen mit Fett angekauft. Sie wussten aber nicht, wo sie es hinstellen sollten, endlich nach langer Überlegung sprach die Katze " ich weiß keinen Ort, wo es besser aufgehoben wäre, als die Kirche, da getraut sich niemand, etwas wegzunehmen: wir stellen es unter den Altar und rühren es nicht eher an, als bis wir es nötig haben."
    Das Töpfchen ward also in Sicherheit gebracht, aber es dauerte nicht lange, so trug die Katze Gelüsten danach und sprach zur Maus "Was ich dir sagen wollte, Mäuschen, ich bin von meiner Base zu Gevatter gebeten: sie hat ein Söhnchen zur Welt gebracht, weiß mit braunen Flecken, das soll ich über die Taufe halten. Lass mich heute ausgehen und besorge du das Haus allein." "Ja, ja," antwortete die Maus, "geh in Gottes Namen, wenn du was Gutes isst, so denk an mich: von dem süßen roten Kindbettewein tränk ich auch gern ein Tröpfchen. "Es war aber nicht war, dieKatze hatte keine Base, und war nicht zu Gevatter gebeten. Sie ging geradewegs nach der Kirche, schlich zu dem Fettöpfchen, fing an zu lecken und leckte die fette Haut ab. Dann machte sie einen Spaziergang auf den Dächern der Stadt, besah sich die Gelegenheit, streckte sich hernach in der Sonne aus und wischte sich den Bart, sooft sie an das Fettnäpfchen dachte.
    Erst als es Abend war, kam sie wieder nach Haus. "Nun, da bist du ja wieder," sagte die Maus, " du hast gewiss einen lustigen Tag gehabt." "Es ging wohl an," antwortete die Katze. "Eas hat denn das Kind für einen Namen bekommen?" fragte die Maus. "Hautab," sagte die Katze ganz trocken. "Hautab, " rief die Maus, "das ist ja ein wunderlicher und seltsamer Name, ist der in eurer Familie gebräuchlich?"     "Was ist da weiter," sagte die Katze, "er ist nicht schlechter als Bröseldieb, wie deine Paten heißen."mdmdmm    Nicht lange danach überkam die Katze wieder ein Gelüsten. Sie sprach zur Maus "du musst mir den Gefallen tun und nochmals das Hauswesen allein besorgen, ich bin zu zweitemal zu Gevatter gebeten, und da das Kind einen weißen Ring um den Hals hat, so kann ichs nicht absagen." Die gute Maus willigte ein, die Katze aber schlich hinter der Stadtmauer zu der Kirche und fraß den Fettopf halb aus.
    "Es schmeckt nichts besser, als was man selber ist." sagte die Katze  und war mit ihrem Tagewerk ganz zufrieden. Als sie heim kam, fragte die Maus wie denn dieses Kind getauft worden war. "Halbaus" antwortete die Katze. "Halbaus sagst du ? den Namen habe ich mein Lebtag noch nicht gehört, ich wette, der steht nicht in dem Kalender.
    Die Katze wässerte das Maul bald wieder nach Leckerwerk. "Aller guten Dinge sind drei ", sprach sie zur Maus. "Da soll ich wieder der Gevatter stehen, das Kind ist ganz schwarz und hat bloß weiße Pfoten, sonst kein weißes Haar am ganzen Leib, das trifft sich alle paar Jahr nur einmal: du lässt mich doch ausgehen?" "Hautab! Halbaus! es sind so kuriose Namen, die machen mich so nachdenksam" antwortete die Maus.
"Da sitzt du daheim in deinem dunkelgrauen Flausrock und deinem langen Haarzopf und fängst Grillen: das kommt davon, wenn man bei Tage nicht ausgeht." entgegnete die Katze. Die Maus räumte während der Abwesenheit der Katze auf und brachte das Haus in Ordnung, die naschhafte Katze aber fraß den Fettopf rein aus.
"Wenn erst alles aufgezehrt ist, so hat man Ruhe," sagte sie zu sich selbst und kam satt und dick erst in der Nacht nach Haus. Die Maus fragte gleich nach dem Namen, den das dritte Kind bekommen hat. "Er wird dir wohl auch nicht gefallen," sagte die Katze, " er heißt Ganzaus." "Ganzaus" rief die Maus, "das ist der allerbedenklichste Name, der mir vorgekommen ist. Ganzaus ! was soll das bedeuten ?" Sie schüttelte den Kopf, rollte sich zusammen und legte sich schlafen.
    Von nun an wollte niemand mehr die Katze zu Gevatter bitten, als aber der Winter herangekommen und draußen nichts mehr zu finden war, gedachte die Maus ihres Vorrats und sprach "komm Katze, wir wollen zu unserem Fettopfe gehen, den wir uns aufgespart haben, der wird uns schmecken. "Jawohl, der wird dir schmecken als wenn du deine feine Zunge zum Fenster hinausstreckst." sagte die Katze arglistig.
Sie machten sich auf den Weg, und als sie anlangten, stand zwar der Fettopf noch an seinem Platz, er war aber leer. "Ach," sagte die Maus, "jetzt merke ich was geschehen ist, jetzt kommts an den Tag, du bist mir die wahre Freundin! aufgefressen hast du alles, wie du zu Gevatter gestanden hast: erst Haut ab, dann Halb aus, dann ........"
" Willst du schweigen," rief die Katze, "noch ein Wort, und ich fresse dich auf."
" Ganz aus" hatte die arme Maus schon auf der Zunge, kaum war es heraus, so tat die Katze einen Satz nach ihr, packte sie und schluckte sie hinunter.
     Siehst du, so gehts in der Welt.


Die Bremer StadtmusikantenKoch Altmannstein Stahllhaltung Katzen

 

Es hatte ein Mann einen Esel, der schon lange Jahre die Säcke unverdrossen zur Mühle getragen hatte, dessen Kräfte aber nun zu ende gingen, so dass er zur Arbeit immer untauglicher war. Da dachte der Herr daran, ihn aus dem Futter zu schaffen, aber der Esel merkte, dass kein guter Wind wehte, lief fort und machte sich auf den Weg nach Bremen; dort, meinte er, könnte er ja Stadtmusikant werden, Als er ein Weilchen fortgegangen war, fand er einen Jagdhund auf dem Wege liegen, der jappte wie einer, der sich müde gelaufen hat. "Nun, was jappst du so." fragte der Esel, "Ach", sagte der Hund, "weil ich alt bin und jeden Tag schwächer werde, auch auf der Jagd nicht mehr fort kann, hat mich mein Herr wollen totschlagen, da hab ich Reißaus genommen; aber womit soll ich nun mein Brot verdienen?" "Weißt du was", sprach der Esel, "ich gehe nach Bremen und werde dort Stadtmusikant, geh mit und lass dich auch bei der Musik annehmen. Ich spiele die Laute, und du schlägst die Pauken."
Der Hund wars zufrieden, und sie gingen weiter. Es dauerte nicht lange, so saß da eine Katze an dem Weg und machte ein Gesicht wie drei Tage Regenwetter. " Nun, was ist dir in die Quere gekommen, alter Bartputzer?" sprach der Esel.Wer kann da lustig sein, wenns einem an den Kragen geht", antwortete die Katze, "weil ich nun zu JahreEhe er einschlief, sah er sich noch einmal nach allen vier Winden um, da deuchte ihn, er sähe in der Ferne ein Fünkchen brennen, und rief seinen Gesellen zu, es müsste nicht gar weit ein Haus sein, denn es scheine ein Licht. Sprach der Esel "so müssen wir uns aufmachen und noch hingehen, denn hier ist die Herberge schlecht." Der Hund meinte, ein paar Knochen und etwas Fleisch dran täten ihm auch gut. Also machten sie sich auf den Weg nach der Gegend, wo das Licht war, und sahen es bald heller schimmern, und es ward immer größer, bis sie vor ein hell erleuchtetes Räuberhaus kamen.
Der Esel, als der größte, näherte sich dem Fenster und schaute hinein. "Was siehst du Grauschimmel ?" fragte der Hahn. "Ich sehe einen gedeckten Tisch mit schönem Essen und Trinken, und Räuber sitzen daran und lassens sich wohl sein." "Das wäre was für uns", sprach der Hahn. "Ja, ja ach, wären wir da !" sagte der Esel. Da ratschlagten die Tiere, wie sie es anfangen müssten, um die Räuber hinauszujagen, und fanden endlich ein Mittel.
Der Esel musste sich mit den Vorderfüßen auf das Fenster stellen, der Hund auf des Esels Rücken springen, die Katze auf den Hund klettern, und endlich flog der Hahn hinauf, und setzte sich der Katze auf den Kopf. Wie das geschehen war, fingen sie auf ein Zeichen insgesamt an, ihre Musik zu machen; der Esel schrie, der Hund bellte, die Katze miaute, und der Hahn krähte; dann stürzen sie durch das Fenster in die Stube hinein, dass die Scheiben klirrten. Die Räuber fuhren bei dem entsetzlichen Geschrei in die Höhe, meinten nicht anders, als ein Gespenst käme herein, und flohen in größter Furcht in den Wald hinaus. Nun setzten sich die vier Gesellen an den Tisch, nahmen mit dem vorlieb, was übrig geblieben war, und aßen, als wenn sie vier Wochen hungern sollten. 
Wie die vier Spielleute fertig waren, löschten sie das Licht aus und suchten sich eine Schlafstätte, jeder nach seiner Natur und Bequemlichkeit. Der Esel legte sich auf den Mist, der Hund hinter die Türe, die Katze auf den Herd bei der warmen Asche, und der Hahn setzte sich auf den Hahnenbalken; und weil sie müde waren von Ihrem langen Weg, schliefen sie auch bald ein.

Als Mitternacht vorbei war und die Räuber von weitem sahen, dass kein Licht mehr im Haus brannte, auch alles ruhig schien, sprach der Hauptmann "wir hätten uns doch nicht sollen ins Bockshorn jagen lassen", und hieß einen hingehen und das Haus untersuchen. Der Abgeschickte fand alles still, ging in die Küche, wollte ein Licht anzünden, und weil er die glühenden, feurigen Augen der Katze für lebendige Kohlen ansah, hielt er ein Schwefelhölzchen daran, dass es Feuer fangen sollte. 
Aber die Katze verstand keinen Spaß, sprang ihm ins Gesicht, spie und kratzte. Da erschrak er gewaltig, lief und wollte zur Haustür hinaus., aber der Hund, der da lag, sprang auf und biss ihn ins Bein; und als er über den Hof an dem Miste vorbeirannte, gab ihm der Esel noch einen tüchtigen Schlag mit dem Hinterfuß; der Hahn aber, der vom Lärmen aus dem Schlaf geweckt und munter geworden, war, rief vom Balken herab "kikeriki!" Da lief der Räuber, was er konnte, zu seinem Hauptmann zurück und sprach "ach, in dem Haus sitzt eine greuliche Hexe, die hat mich angehaucht und mit ihren langen Fingern mir das Gesicht zerkratzt; und vor der Türe steht ein Mann mit einem Messer, der hat mich ins Bein gestochen; und auf dem Hof liegt ein schwarzes Ungetüm, das hat mit einer Holzkeule auf mich losgeschlagen; und oben auf dem Dache, da sitzt der Richter, der rief : bringt mir den Schelm her. Da machte ich, dass ich fortkam."
Von nun an getrauten sich die Räuber nicht weiter in das Haus, den vier Bremer Musikanten gefiels aber so wohl darin, dass sie nicht wieder heraus wollten.


Und noch´n Gedicht:

Der Hund hat seinen Herrn

die Katze ihren Diener